Halle 23 als Fahrzeug-Unterstand? Katastrophenschutz statt Kunst

Die Halle 23 könnte als Unterstand für Fahrzeuge des Katastrophenschutz dienen. Die CSU will das verhindern.
| Christina Hertel
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Der CSU-Politiker Leo Agerer möchte, dass die Halle 23 im Kreativquartier weiterhin für Künstler zu Verfügung steht.
Der CSU-Politiker Leo Agerer möchte, dass die Halle 23 im Kreativquartier weiterhin für Künstler zu Verfügung steht. © Sigi Mueller

München - Eigentlich steckt es schon im Namen: Im Kreativquartier an der Dachauer Straße sollen Künstler in ihren Ateliers werkeln, Designer ihre Studios haben und Schauspieler auf Bühnen proben. Doch zumindest in einer Halle könnten in Zukunft statt Farbeimer große Fahrzeuge stehen.

Denn offenbar denkt die Stadt darüber nach, die Halle 23 als Ausweichquartier für den Katastrophenschutz zu verwenden. Denn aus der Zeppelinhalle in Obersendling, wo der Katastrophenschutz derzeit 26 Fahrzeuge unterstellt, muss er Ende 2022 ausziehen. Dann beginnt dort der Bau der Tram-Westtangente.

Neubau wird nicht rechtzeitig fertig

Der ursprüngliche Plan der Stadt war, dass der Katastrophenschutz dann in einen Neubau an der Feuerwache 5 zieht. Doch dieses Gebäude wird nicht rechtzeitig fertig. Das teilte das Kommunalreferat nun auf AZ-Anfrage hin mit.

Die Stadt muss sich deshalb Alternativen überlegen. Eine Option ist die 3.800 Quadratmeter große Halle im Kreativquartier. Denn die steht bereits seit längerem leer.

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In einer ersten Ausschreibungsrunde hatten sich keine Künstler gefunden, die die Halle hätten mieten wollen. Denn damals lagen die Quadratmeterpreise bei fast 20 Euro. Inzwischen legte Stadt die Miete auf 8,25 Euro fest. Doch bis jetzt wurde die Halle noch nicht vergeben.

CSU-Stadtrat protestiert

Dass möglicherweise keine Künstler, sondern Fahrzeuge einziehen, will der CSU-Stadtrat Leo Agerer verhindern: "Ein Fahrzeuglager würde dem Geist des Kreativquartiers widersprechen", meint er.

Er stellte deshalb den Antrag, dass die Stadt die Überlegungen, die Halle an den Katastrophenschutz zu übergeben, einstellen solle. Denn eine endgültige Auswahl wurde noch nicht getroffen, schreibt das Kommunalreferat.

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