Guck mal, was da huscht! Hellabrunn hat eine neue Bewohnerin

Seit Dezember lebt die flinke, pelzige Rote Panda-Dame Yoko im Tierpark Hellabrunn – eine Art, die in freier Wildbahn stark gefährdet ist.
von  André Wagner
Yoko, das neue Weibchen der Roten Pandas in Hellabrunn erkundet ihr neues Zuhause.
Yoko, das neue Weibchen der Roten Pandas in Hellabrunn erkundet ihr neues Zuhause. © Tierpark Hellabrunn / Birgit Mohr

In letzter Zeit machte der Tierpark Hellabrunn damit Schlagzeilen, dass zwei Riesenpandas nach München kommen sollen– voraussichtlich im Jahr 2028 als Leihgabe aus China.  Dies verkündeten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Münchens Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD), Tierparkchef Rasem Baban und ein chinesischer Generalkonsul auf einer großen Pressekonferenz am 21. Januar.

Nun gab der Tierpark bekannt, dass bereits im Dezember 2025 ein Panda in Hellabrunn sein neues Zuhause gefunden hat. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen großen schwarz-weißen Bären, sondern um die kleinere Variante des Roten Pandas. 

Zuwachs in Hellabrunn: Rote-Panda-Dame kommt aus Zoo in Italien

Yoko, so der Name der im Juni 2024 geborenen Panda-Dame, stammt aus dem Parco Faunistico in La Torbiera in Norditalien. Vor allem einer dürfte sich über den Neuzugang tierisch freuen – der männliche Rote Panda Justin, der in Hellabrunn jetzt endlich eine Gefährtin bekommt.

Rote Pandas mit ihrem dichten rotbraunen Fell, dem buschigen Ringelschwanz und der markanten Gesichtszeichnung stammen ursprünglich aus dem Himalaya-Raum. Sie sind ausgezeichnete Kletterer, überwiegend dämmerungsaktiv und ernähren sich hauptsächlich von Bambus, ergänzt durch Früchte, Beeren und Insekten.

Die Tierart der Roten Pandas ist stark gefährdet.
Die Tierart der Roten Pandas ist stark gefährdet. © Tierpark Hellabrunn / Birgit Mohr

Lebensraumverlust, Abholzung, Klimawandel und Wilderei setzen den Beständen in freier Wildbahn massiv zu, daher gilt der Rote Panda auch als stark gefährdet. Moderne Zoos wie Hellabrunn leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz des Roten Pandas durch Erhaltungszucht, Forschung und Bildungsarbeit.

"Mit Yoko haben wir nicht nur eine wunderbare neue Botschafterin für ihre Art gewonnen, sondern intensivieren mit der perspektivischen Erhaltungszucht zugleich unser Engagement für den Schutz der Roten Pandas. Ich lade alle Besucherinnen und Besucher herzlich ein, nach Hellabrunn zu kommen und Yoko persönlich kennenzulernen. Ein Zoobesuch begeistert, berührt und schafft Bewusstsein für den Artenschutz", wirbt Tierparkdirektor Rasem Baban für die neue Hellabrunn-Bewohnerin.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.