Grütters genehmigt Rückgabe von Bild aus Gurlitt-Sammlung

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Rückgabe eines Matisse-Gemäldesaus dem Bestand von Cornelius Gurlitt freigegeben.
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Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) spricht am 24.11.2014 in Berlin bei einer Pressekonferenz (Archivbild).
dpa Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) spricht am 24.11.2014 in Berlin bei einer Pressekonferenz (Archivbild).

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Rückgabe des Matisse-Gemäldes "Sitzende Frau" aus dem Bestand des verstorbenen Sammlers Cornelius Gurlitt freigegeben.

Berlin/München - Grütters habe eine entsprechende Restitutions-Vereinbarung zwischen Gurlitts Nachlassverwalter, den Erben des Kunstsammlers Paul Rosenberg und dem Kunstmuseum Bern unterzeichnet, sagte ein Sprecher der Ministerin am Mittwoch in Berlin. Er bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Das Gemälde des französischen Malers Henri Matisse (1869-1954) ist Teil der Sammlung, die Cornelius Gurlitt über Jahrzehnte in seiner Münchner Wohnung aufbewahrt hatte. Recherchen der Gurlitt-Taskforce hatten ergeben, dass das Bild mit höchster Wahrscheinlichkeit von den Nationalsozialisten dem jüdischen Sammler Paul Rosenberg geraubt worden war. Auch die Rückgabe des Bildes "Zwei Reiter am Strand" von Max Liebermann an die rechtmäßigen Besitzer wurde bereits vertraglich besiegelt. Beide Vereinbarungen müssen vom Nachlassgericht bestätigt werden. Wie lange das dauert, ist nach Angaben einer Sprecherin des Münchner Amtsgerichtes nicht klar.

Der Nachlassverwalter muss einen entsprechenden Antrag auf Herausgabe an das Gericht stellen.

Im Jahr 2013 hatte Gurlitts Sammlung weltweit Schlagzeilen gemacht. Monatelang stand der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt im Zentrum einer Debatte um Nazi-Raubkunst. Er starb schwerkrank im Mai 2014 und vermachte seinen Besitz dem Kunstmuseum Bern, seine Cousine zweifelt das Testament jedoch an. Sie hatte aber eingewilligt, Werke, die eindeutig als NS-Raubkunst identifiziert werden, an ihren rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben.

Lesen Sie hier: Experte: Raubkunst auch in Gurlitts Salzburger Sammlung

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