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Wechsel an der Spitze: Grünes Grundproblem

Der Lokalchef über den Schleudersitz Parteichef.
| Felix Müller
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Mehr als zehn Jahre ist es her, dass eine sehr fleißige, sehr politische, sehr junge Frau den Posten der Münchner Grünen-Chefin ergatterte - und über Jahre den Stadtverband prägte. Ihr Name: Katharina Schulze.

Ein wenig Glück hatte die heutige Landtags-Fraktionsvorsitzende auch: Mit den Olympischen Winterspielen und der dritten Startbahn fielen Bürgerentscheide in ihre Amtszeit, die sie geschickt für ihre Popularität nutzen konnte.

Seitdem: Dauerwechsel bei der Grünen-Doppelspitze. In aller Regel verdingen sich Politiker der zweiten, dritten, vierten Reihe für zwei Jahre in dem Amt, hinterlassen öffentlich keinerlei Eindruck und haben dann keine Lust mehr.

Zuletzt waren mit Dominik Krause und Gülseren Demirel zwei am Ruder, die für Profil und Einfluss stehen. Doch sie mögen auch schon wieder nicht mehr.

Gesicht der Partei - aber dauerhaft

Das wird der Bedeutung der Grünen, die auf dem Weg sind, sich als wichtigste Münchner Partei zu etablieren, nicht gerecht.

"Der Terminplan eines Managers zum Gehalt eines Praktikanten", heißt es intern über den Job. Die Grünen brauchen hier aber dringend Kontinuität.

Wie bei CSU und SPD braucht es Leute, die nach außen ein Gesicht der Partei sind und nach innen mittelfristig Veränderungen anstoßen können. Eine davon muss unbedingt sein: Den Posten des Vorsitzenden für Menschen attraktiv zu machen, die sich dieser Aufgabe ernst- und dauerhaft widmen wollen.

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