Grünen-Abgeordneter Dieter Janecek fordert Freischankflächen auf Parkplätzen

Auch wenn die Wirte wieder öffnen dürfen, werden ihnen die Abstandsregeln schwer zusetzen. Jetzt fordert der Grünen-Abgeordnete Dieter Janecek: Gebt ihnen mehr Freischankflächen!
| Felix Müller
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Dieter Janecek (Grüne)
ho Dieter Janecek (Grüne)

München - Stuttgart ist nicht unbedingt die Stadt, auf die viele Münchner neidisch schauen. Lebensgefühl? Doch nicht mit München vergleichbar! Doch das könnte sich diesen Sommer ändern. Wenn ein Plan von der dortigen Grünen-OB-Kandidatin Veronika Kienzle umgesetzt wird. Von "Stuttgart als großem Biergarten – mit Sicherheitsabstand" ist am Neckar schon die Rede.

Die Idee: Der gebeutelten Gastronomie soll, wenn sie wieder öffnen darf, mehr öffentlicher Raum zur Verfügung gestellt werden. Viel mehr Raum. Und das greift nun auch der Münchner Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek (Grüne) auf und fordert: Gebt den Wirten auch in München mehr Platz – damit sie überleben können. "Die Umwidmung zum Beispiel von angrenzenden Parkplätzen und bisher ungenutzten Flächen würde neue Spielräume eröffnen", sagte er am Sonntag der AZ, "um die verlangten Abstände in Corona-Zeiten besser einhalten zu können und trotzdem das Geschäft zum Laufen zu bringen".

Dieter Janecek (Grüne)
Dieter Janecek (Grüne) © ho

Denn die Wirte bangen nicht nur, wann sie überhaupt endlich wieder öffnen dürfen – sondern auch darum, wie rentabel sie dann unter neuen Regelungen arbeiten können. "Wenn beispielsweise 1,50 Meter Abstand gehalten werden sollen", so rechnet die Stuttgarter OB-Kandidatin, "kann ein Gastronom dort, wo früher sechs Menschen saßen, vielleicht nur noch zwei bewirten."

Janecek: Bezirksausschüsse sollten entscheiden

Der Münchner Dieter Janecek verweist noch auf einen anderen Aspekt. "Da Großveranstaltungen diesen Sommer komplett ausfallen, haben wir auch mehr Spielraum, Flächen temporär neu zur Verfügung zu stellen. Insbesondere die kleine Gastronomie könnte man gezielt fördern."

Die Bezirksausschüsse sollten entscheiden, findet Janecek. Er sieht diese Debatte als Chance, auch über mehr Raum für Fußgänger nachzudenken. Zum Beispiel in der Blutenburgstraße in Neuhausen, sagt er, könne man doch darüber beraten, die Straße ganz für Fußgänger zu öffnen – oder auch Bereiche komplett für den Autoverkehr zu sperren.

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