Großhadern: 25 Millionen Euro für Schwindel-Zentrum

Für ein europaweit einzigartiges Forschungszentrum haben das Klinikum der Uni München und die Medizinische Fakultät jetzt den Zuschlag bekommen. Der Bund bezahlt 25 Millionen Euro für das Projekt.
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Das Großhaderner Krankenhaus bekkommt ein einzigartiges Forschungsgebäude.
Martha Schlüter Das Großhaderner Krankenhaus bekkommt ein einzigartiges Forschungsgebäude.

MÜNCHEN - Für ein europaweit einzigartiges Forschungszentrum haben das Klinikum der Uni München und die Medizinische Fakultät jetzt den Zuschlag bekommen. Der Bund bezahlt 25 Millionen Euro für das Projekt.

Das Klinikum der Uni München und die Medizinische Fakultät haben den Zuschlag für ein europaweit einzigartiges Forschungszentrum erhalten. „Der Bund fördert das Projekt in den nächsten fünf Jahren mit 25 Millionen Euro“, sagte Forschungsministerin Annette Schavan (CDU).

Ob Schlaganfall, Herzbeschwerden oder niedriger Blutdruck: Schwindelgefühle können vieles bedeuten. Sie sind eines der häufigsten Symptome in der Medizin. Doch viele Betroffene gehen von Arzt zu Arzt – ohne eine richtige Diagnose zu bekommen. Bei Schwindel und Gleichgewichtsstörungen gibt es bisher eine Unterversorgung. Das soll sich ändern.

An der Münchner Uniklinik entsteht nun das Forschungs- und Behandlungszentrum für Schwindel, Gleichgewichts- und Okulomotorikstörungen (IFB). Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen sollen unter einem Dach die Situation für Schwindel-Patienten verbessern. In München sind schon viele Experten ansässig, nun werden ihre Kompetenzen im IFB zusammengefasst.

Bisher fehlte es noch an der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen medizinischen Bereichen und es gibt keine einheitliche Therapie oder Forschung. „Das IFB ist ein geeignetes Instrument zur Überwindung dieser Defizite“, sagt Professor Thomas Brandt, Direktor des Instituts für Klinische Neurowissenschaften, unter dessen Federführung das IFB steht.

Im IFB werden 60 Arbeitsplätze geschaffen, neben Medizinern werden auch Ingenieure, Informatiker und Physiker dort arbeiten. Spätestens ab dem Frühjahr 2010 sollen jedes Jahr 5000 Patienten behandelt werden.

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