Green City in München: Feigen auf dem Seitenstreifen

Ein Öko-Projekt bringt Münchner dazu, fade Wiesen zu Mini-Gärten zu machen.
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Hier sind Grünpaten am Werk.
Genevieve Granger Hier sind Grünpaten am Werk.

Es klingt rebellisch – und das sollte es auch sein: Guerilla Gardening. Vor allem um die Jahrtausendwende waren in der Stadt Öko-Aktivisten unterwegs, warfen sogenannte Seed-Bombs ("Samenbomben“) auf Grünflächen, damit dort Blumen sprießen. Inzwischen wird in der Stadt geordnet begrünt – und das sehr erfolgreich.

Green City: Öffentlicher Raum nutzbar machen

"Grünpaten" nennt sich das Projekt, das der Umweltverein Green City im Herbst 2010 auf den Weg gebracht hat. Es ist im gewissen Sinne auch ein politisches Projekt: Schließlich geht es darum, öffentlichen Raum für die Bürger nutzbar zu machen. In der Nachbarschaft soll mitbestimmt werden, wie ihre Straße aussieht. Anders als bei den Guerilla Gärtnern aus den 2000ern ist das alles aber legal.

Es werden auch nicht einfach Samen auf den Seitenstreifen gestreut. Vielmehr gibt es Verträge zwischen der Stadt, Green City und Grünpaten aus der Nachbarschaft. Die Abmachung: Die Stadt stellt einen Grünstreifen zu Verfügung, die Paten verpflichten sich, regelmäßig zu gießen und sich um ihre Pflanzen zu kümmern – dafür dürfen sie bestimmen, was auf ihrem Mini-Beet wächst. Sogar Feigenbäume wurden auf manchen Flächen gepflanzt.

Mehr als 50 solche Flächen gibt es mittlerweile. Die jüngste ist heuer im Wessobrunner Park entstanden. Die Nachbarschaft freut’s.

Lesen Sie auch: Das sagt Green City zu den Radl-Rambos

 

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