Das gibt es nur selten: Das Oktoberfest bekommt ein neues Wiesn-Zelt
Er kann es selbst kaum glauben. Aber seit dem 1. Januar ist Michael Möller offiziell im Ruhestand. Am Mittwochabend wurde der ehemalige Hofbräu-Chef in allen Ehren im Festsaal des Hofbräuhauses verabschiedet – und sein Nachfolger Jörg Lehmann offiziell eingeführt.
In seiner Festrede erzählt Finanzminister Albert Füracker (CSU) noch einmal nach, durch welch stürmische Zeiten Möller die zwar staatliche, aber eigenständige mittelständische Brauerei 25 Jahre lang navigierte und nicht nur das: Möller machte Hofbräu erfolgreicher als je zuvor. "Spektakuläre Steigerungen" gehen auf Möllers Konto, unter anderem ein Umsatz-Plus von 130 Prozent.
Und damit lässt Füracker keinen Zweifel, dass es ein schweres Erbe ist, das Jörg Lehmann antritt. Einerseits gilt es den Status quo zu erhalten, andererseits die Brauerei trotz Bierkrise erfolgreich weiterzuführen.

Auf der To-Do-Liste: Ein neues Wiesnzelt
Hofbräu ist ohne sein großes Wiesnzelt nicht zu denken. Es ist kein Geheimnis, dass die Oktoberfestbesucher aus dem Ausland die Stimmung dort besonders genießen. Das Festzelt steht für ein internationales Musikrepertoire und hat als einziges auf der Wiesn einen Stehbereich vor der Bühne. Der dürfte den interkulturellen Austausch ganz besonders fördern.
In diesem Jahr ist es noch zu früh für Details. "Aber im Jahr 2027 nehmen wir den Neubau des Wiesnzelts in Angriff" kündigt Füracker an. Mit seinen mehr als 10.000 Plätzen ist das Hofbräu Festzelt eines der größten auf der Wiesn. Ein neues Zelt in einer solchen Größenordnung ist auf dem Oktoberfest eine Seltenheit.
Zuletzt stellte die Paulaner-Brauerei mit dem Wirtewechsel in der Bräurosl im Jahr 2022 ein völlig neues Wiesnzelt vor. Das Zelt ist immerhin das höchste auf der Wiesn. Aber Hofbräu steht für Tradition, deshalb ist ein völlig neues Konzept eher ausgeschlossen.
Jörg Lehmann sagt: "Ich möchte Hofbräu behutsam, aber entschlossen weiterentwickeln." Vielleicht kann er mit dem neuen Wiesnzelt demonstrieren, was er damit genau meint.
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