Gewalttätiges Räubertrio auf der Anklagebank

Prozess am Landgericht: In drei Fällen drohten die Täter mit dem Messer, um Geld zu erpressen.
| John Schneider
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
1 Kommentar Artikel empfehlen
Auf dem Weg zur Anklagebank.
Auf dem Weg zur Anklagebank. © Daniel von Loeper

München - Die drei Männer (im Alter von 18, 21 und 26 Jahren) auf der Anklagebank ziehen es am Donnerstag vor, zu den Vorwürfen gegen sie zu schweigen. Das ist ihr gutes Recht als Angeklagte. Die Anklägerin ist aber sicher, dass die Richtigen ihr gegenüber Platz genommen haben.

Schwere Vorwürfe gegen die drei Angeklagten

Die Vorwürfe gegen das Trio reichen vom Fahren ohne Führerschein über Drogendelikte bis hin zu besonders schwerem Raub. So sollen zwei von ihnen in der Nacht auf den 29. Oktober 2020 ein Bordell am Helene-Wessel-Bogen besucht haben. Gemeinsam mit einem Bekannten. Der 18-jährige Angeklagte bat diesen danach, ihm 30 Euro zu leihen. Doch der weigerte sich. Der 21-jährige Komplize soll daraufhin gedroht haben: "Gib ihm 30 Euro oder wir ziehen dich blank."

Die Drohung hatte nicht den gewünschten Effekt. Daraufhin schlug der 18-Jährige seinem Opfer dreimal mit der Faust ins Gesicht. Dann drückte er den Mann gegen einen Lkw, während sein Komplize dessen Jackentaschen durchsuchte und 120 Euro fand. Die beiden Räuber verschwanden mit dem Geld.

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Angeklagter soll auch in Supermarkt-Raum verwickelt gewesen sein

In einem weiteren Fall soll der 21-jährige im Februar 2020 gemeinsam mit dem ältesten Angeklagten einen Mann mit dem Küchenmesser bedroht und Geld verlangt haben. Der 26-Jährige nahm dessen Geldbeutel mit etwa 1.500 Euro Bargeld und floh mit seinem Komplizen.

Ein weiterer Fall der räuberischen Erpressung liegt knapp vier Jahre zurück. Der 21-Jährige soll als Einziger des Trios an dem Überfall auf einen Supermarkt in Hadern beteiligt gewesen sein. Er hatte dort als Praktikant angeheuert und soll anderen Komplizen verraten haben, wie man den Markt am besten ausrauben könnte.

Nach Geschäftsschluss passte der gut vorbereitete Räuber eine Mitarbeiterin ab, bedrohte sie mit einem Messer und gelangte so in den Markt.

Tausende Euro Beute

Doch entgegen dem Plan wehrte sich die Mitarbeiterin des Marktes heftig, rief nach ihrer Vorgesetzten. Der Räuber schlug sie mit dem Knauf des Messers gegen den Kopf.

Ihre Chefin sah das, ging auf die Knie und bot dem Räuber an, den Tresor zu öffnen.

Er entkam mit 2.000 Euro.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 1  Kommentar – mitdiskutieren Artikel empfehlen
1 Kommentar
Artikel kommentieren