Gesundheitsreferat bestätigt: Mehrere Münchner nach Corona-Impfung infiziert

Das Gesundheitsreferat geht von Einzelfällen aus. Und davon, dass die Betroffenen bereits das Coronavirus in sich trugen, als sie geimpft wurden.
| Ralf Müller
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Mehrere Münchner haben sich trotz Impfung mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
Mehrere Münchner haben sich trotz Impfung mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild) © Frank Augstein /dpa

München - In München hat es mehrere Fälle gegeben, in denen Personen, die gegen das Coronavirus geimpft waren, dennoch infiziert wurden. Das hat das Gesundheitsreferat auf AZ-Anfrage bestätigt. Bei "wenigen Einzelfällen" sei "unmittelbar nach einer erfolgten Impfung eine Covid-19-Erkrankung aufgetreten", sagte eine Sprecherin. Man konnte "keinen Zusammenhang zwischen Erkrankung und Impfung feststellen".

Vielmehr müsse man davon ausgehen, dass sich die betroffene Person bereits vor der Impfung angesteckt hatte und in der Inkubationszeit geimpft wurde, so das Gesundheitsreferat weiter. In keinem Fall sei der Verlauf der Erkrankung schwer gewesen. Hinweise auf die Infektion mit einer Mutante des Virus gebe es ebenfalls nicht.

Geimpfte sind wohl nicht automatisch immun

Der vollständige Schutz einer Impfung gegen das Coronavirus trete erst zehn Tage nach der zweiten Impfung ein, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Daher könnten kurz vor oder nach der ersten Impfung angesteckte Personen trotz Impfung erkranken. "Das", so das LGL, sei ein "normaler Vorgang und hat nichts mit der Qualität der Impfung zu tun".

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Auch wer "vollständig geimpft" ist, also auch die zweite Impfung hinter sich hat, muss sich in Quarantäne begeben, wenn er Kontakt mit einem Infizierten gehabt hat. Das gilt jedenfalls für die Beschäftigten des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München. Solche Personen seien "ganz normal als KP1 (Kontaktperson Eins) einzustufen", heißt es in einem internen Rundschreiben des Klinikums. Grund dafür sei eine aktuelle Empfehlung des Robert Koch-Instituts.

Es sei noch nicht ausreichend belegt, ob Geimpfte nicht nur vor Erkrankung, sondern auch vor Infektion geschützt seien und damit das Virus nicht mehr weitergeben könnten, so die Klinikleitung.

Ein jüngster Fall aus dem Landkreis Osnabrück legt nahe, dass Geimpfte nicht automatisch immun sind. In einem Altenheim in Belm hat es trotz Impfung einen Ausbruch der britischen Corona-Variante gegeben. Die Bewohner waren bereits zwei Mal geimpft.

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