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Gegen Corona-Maßnahmen: Polizeibilanz zum Autokorso in München

Am Samstag haben Kritiker der Corona-Maßnahmen im Rahmen eines Autokorsos demonstriert. Der Münchner Polizei zufolge verlief die Veranstaltung weitestgehend störungsfrei.
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Teilnehmer des "Autokorsos gegen den Lockdown" fahren durch die Innenstadt. Mit dem Protestzug quer durch München protestieren Gegner der Corona-Maßnahmen gegen den Lockdown. (Archivbild)
Teilnehmer des "Autokorsos gegen den Lockdown" fahren durch die Innenstadt. Mit dem Protestzug quer durch München protestieren Gegner der Corona-Maßnahmen gegen den Lockdown. (Archivbild) © Dpa (dpa)

München - Erneut wurde in München mit einem Autokorso gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen und den Lockdown demonstriert.

Der Münchner Polizei zufolge nahmen insgesamt 144 Fahrzeuge und 235 Personen an der Veranstaltung teil. Der Autokorso war im Vorfeld durch das Kreisverwaltungsreferat (KVR) genehmigt worden, die Route wurde mit dem KVR und der Polizei abgestimmt.

Zu Beginn der Versammlung kontrollierte die Polizei die Einhaltung der Maskenpflicht sowie die bestehenden Kontaktbeschränkungen. Dabei konnten die Beamten keine Verstöße feststellen.

Doch bereits kurze Zeit später, nachdem sich der Zug gegen 14 Uhr an der Theresienwiese in Bewegung gesetzt hatte, hielten sich nicht mehr alle Demo-Teilnehmer an die geltenden Corona-Regeln. "Während der Fahrt des Autokorsos wurde schließlich bemerkt, dass einige Mitfahrer ihre Masken abnahmen und diese teilweise sogar provokativ aus dem Fenster hielten", teilt die Polizei in ihrem Bericht mit. Daraufhin wurde die Versammlungsleiterin von der Polizei aufgefordert, die Teilnehmer des Autokorsos auf die Einhaltung der Maskenpflicht hinzuweisen.

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Mehrere Verstöße bei Autokorso in München

Um kurz nach 15.45 Uhr war der Autokorso wieder beendet. Nun kontrollierte die Polizei die Insassen der insgesamt 18 Fahrzeuge, die den Beamten zuvor wegen Verstößen aufgefallen waren. 13 Personen wurden wegen Verstößen gegen die Maskentragepflicht angezeigt, fünf weitere konnten ein Attest zur Befreiung der Maskenpflicht vorzeigen.

Zudem gab es noch weitere Verstöße im Rahmen der Demo – so war unter anderem ein gefälschtes Attest zur Befreiung der Maskenpflicht im Umlauf. Eine andere Autofahrerin hatte unerlaubterweise ein Blaulicht in ihrem Fahrzeug montiert. Die Polizei hat diesbezüglich die Ermittlungen aufgenommen.

Der Polizei zufolge fanden am Samstag im gesamten Stadtgebiet insgesamt zehn angemeldete Versammlungen statt. "Fast alle verliefen dabei störungsfrei und ohne größere besondere Vorkommnisse", heißt es im Bericht.

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