Gericht hofft in Doping-Prozess auf Urteil vor Weihnachten

Ursprünglich waren in dem ersten großen Dopingprozess in Deutschland seit Inkrafttreten des Anti-Doping-Gesetzes 26 Verhandlungstage vom 16. September bis 21. Dezember geplant. Dann fielen einige aus.
| AZ/dpa
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Der Angeklagte (Mitte) steht beim Beginn des Prozess gegen ihn wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittel- und Dopinggesetze mit seinen Anwälten Juri Goldstein (links) und Alexander Dann (rechts) zusammen.
Der Angeklagte (Mitte) steht beim Beginn des Prozess gegen ihn wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittel- und Dopinggesetze mit seinen Anwälten Juri Goldstein (links) und Alexander Dann (rechts) zusammen. © Peter Kneffel/dpa

München - Im Doping-Prozess gegen den Erfurter Arzt Mark S. und vier Mitangeklagte hofft das Landgericht München I trotz einiger Verzögerungen auf ein Urteil wie ursprünglich geplant noch im Dezember.

Das sagte die Vorsitzende Richterin Marion Tischler am Dienstag, dem 14. Verhandlungstag in dem Verfahren um jahrelanges Blutdoping. "Ich habe das Ziel Weihnachten noch nicht aufgegeben. Wir können es noch schaffen, wenn wir an einem Strang ziehen", sagte sie.

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Ursprünglich waren in dem ersten großen Dopingprozess in Deutschland seit Inkrafttreten des Anti-Doping-Gesetzes 26 Verhandlungstage vom 16. September bis 21. Dezember geplant. Dann fielen einige aus, weil sich ein Mitwirkender im Prozess mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Kasachischer Langläufer konnte erst für Juni 2021 eingeplant werden

Außerdem verweigerten einige Sportler als Zeugen ihr Kommen, weswegen sie mehrmals geladen wurden. Ein kasachischer Langläufer konnte erst für Juni 2021 eingeplant werden, deshalb wurden vorsorglich bereits 16 weitere Termine für die erste Jahreshälfte anberaumt. Allerdings ist zu erwarten, dass auf diesen Athleten noch verzichtet wird.

Richterin Tischler stellte zugleich aber klar, dass sie den Prozess nicht unbedingt vor Weihnachten durchdrücken will, sollten die Anwälte von Mark S. und dessen ebenfalls inhaftierten Komplizen Dirk Q. "meinen, die Verteidigung kommt zu kurz. Das Verfahren soll fair und rechtsstaatlich ablaufen", sagte die Richterin.

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