Gardasee-Bootsunfall: Münchner stellt sich - Festnahme!

Er soll zwei Menschen mit einem Boot totgerast haben, jetzt wurde Patrick K. am Brennerpass festgenommen, nachdem er sich gestellt hat.
| AZ/dpa
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Italienische Forensiker begutachten die Schäden am Unfallboot in Salo am Gardasee.
Italienische Forensiker begutachten die Schäden am Unfallboot in Salo am Gardasee. © Gabriele Strada/AP/dpa

München - Im Fall des tödlichen Bootsunglücks auf dem Gardasee hat sich der Verdächtige aus Deutschland gestellt. Er sitze nun in Untersuchungshaft in der norditalienischen Stadt Brescia, erklärte ein Sprecher seines Anwaltsbüros am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach hatte sich der 52 Jahre alte Münchener in der Nacht zu Montag im Ort Brenner in Südtirol an der italienisch-österreichischen Grenze den Behörden überstellt. Die Carabinieri hätten ihn dann nach Brescia gefahren.

Gardasee-Totraser: Festnahme am Brenner

Die Behörden hatten ihn zuvor per europäischem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit einem gleichaltrigen Deutschen vor etwas mehr als zwei Wochen in einem Motorboot das Boot eines italienischen Paares auf dem Gardasee gerammt zu haben. Ein 37 Jahre alter Mann und seine 25-jährige Begleiterin verloren dabei ihr Leben.

Die beiden 52-jährigen Münchner hatten angegeben, den Zusammenprall nicht bemerkt zu haben, wie es aus dem Büro ihres Anwalts hieß. Einer der beiden machte einen Alkoholtest, der negativ ausfiel. Der andere verweigerte das, da er nicht dazu verpflichtet war.

Haftbefehl nach Gardasee-Crash

Zuletzt sorgte das Video einer Überwachungskamera, mutmaßlich aus der Tatnacht, für Aufregung. Darauf soll zu sehen sein, wie einer der beiden Verdächtigen beim Anlegen in einem Hafen ins Wasser fiel. Seinem Anwalt nach war der Mann durch ein abruptes Manöver ausgerutscht. Einige Medien spekulierten hingegen, dass er betrunken war. Er soll auch derjenige gewesen sein, der den Alkoholtest verweigert hatte.

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Die Staatsanwaltschaft in Italien ermittelt gegen die Deutschen wegen Totschlags und unterlassener Hilfeleistung. Die beiden wurden kurz nach dem Unfall auf freien Fuß gesetzt und reisten wieder nach München zurück. Die Familien der Opfer forderten Maßnahmen gegen sie, wie Ansa unter Berufung auf die Anwältinnen der Familien berichtete. Die Juristinnen begrüßten den Erlass des europäischen Haftbefehls und sagten der Nachrichtenagentur, dies sei eine "wirksame Antwort" auf das verantwortungslose Verhalten der beiden Deutschen.

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