Fotoschätze der AZ-Leser: Ferienreise nach München

AZ-Leser Josef Lösch (78) erbte von seinem Onkel ein Album aus dem Jahr 1938 – es dokumentiert den Besuch seiner Tante in München.
| Von Lisa Marie Albrecht
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Am gepflasterten Königsplatz posiert Tante Kläre vor den Propyläen.
Repros: Daniel von Loeper 20 Am gepflasterten Königsplatz posiert Tante Kläre vor den Propyläen.
Peter und seine Schwester Kläre vorm Schloss Nymphenburg.
Repros: Daniel von Loeper 20 Peter und seine Schwester Kläre vorm Schloss Nymphenburg.
Die beiden an der Prinzregentenstraße vor dem Haus der Kunst mit Hakenkreuzfahne.
Repros: Daniel von Loeper 20 Die beiden an der Prinzregentenstraße vor dem Haus der Kunst mit Hakenkreuzfahne.
Tante und Onkel vor dem Maximilianeum 1938: Die Aufnahmen aus dem Urlaub machte Josef Löschs Onkel Peter mit seinem Holzstativ.
Repros: Daniel von Loeper 20 Tante und Onkel vor dem Maximilianeum 1938: Die Aufnahmen aus dem Urlaub machte Josef Löschs Onkel Peter mit seinem Holzstativ.
Vor dem (1945 gesprengten) Ehrentempel am Königsplatz.
Repros: Daniel von Loeper 20 Vor dem (1945 gesprengten) Ehrentempel am Königsplatz.
Trachtenvereinsausflug, 1925: Löschs Vater Wilhelm steht in der Mitte.
Repros: Daniel von Loeper 20 Trachtenvereinsausflug, 1925: Löschs Vater Wilhelm steht in der Mitte.
Der Lieblingsneffe mit Ehefrau: Josef Lösch (78) und seine Frau Marieluise (70) in ihrer Wohnung. Hier bewahrt Josef Lösch seine Fotoschätze auf.
Daniel von Loeper 20 Der Lieblingsneffe mit Ehefrau: Josef Lösch (78) und seine Frau Marieluise (70) in ihrer Wohnung. Hier bewahrt Josef Lösch seine Fotoschätze auf.
Weitere Fotoschätze von Josef Lösch
Repros: Daniel von Loeper 20 Weitere Fotoschätze von Josef Lösch
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Repros: Daniel von Loeper 20 Weitere Fotoschätze von Josef Lösch
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Repros: Daniel von Loeper 20 Weitere Fotoschätze von Josef Lösch
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Ich war immer der Lieblingsneffe“, erzählt Josef Lösch schmunzelnd über seinen Onkel Peter und seine Tante Klara, die von allen nur „Tante Kläre“ genannt wurde. Die Tante führte das gut gehende „Modehaus Kläre Michels“ in Köln und unterstützte damit ihre Verwandten.

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Auch ihrem Bruder Peter ermöglichte sie ein Studium der Kunstgeschichte und Malerei an der Kunstakademie in München – er wurde später Kunstmaler. Als sie ihn im Jahr 1938 in München besuchte, entstanden zahlreiche Fotoaufnahmen, die Peter seiner Schwester aus Dankbarkeit zum Namenstag schenkte. Gemacht wurden sie mit einem Holzstativ. Er war damals 30, sie 28. Auf den Bildern sieht man München in der Nazizeit – etwa einen der beiden nach dem Krieg von den Amerikanern gesprengten Ehrentempel auf dem Königsplatz.

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Noch weiter zurück liegen die Aufnahmen aus den 20er-Jahren, die Josef Löschs Vater Wilhelm Leonhard als jungen Mann in München zeigen. „Er war Rossknecht bei Löwenbräu, also für die Fuhrwerke zuständig“, erinnert sich sein Sohn. Außerdem war er Mitglied im Werdenfelser Trachtenverein und trug seine Tracht mit großer Begeisterung. Dass bei den gemeinsamen Ausflügen des Vereins immer für ausreichend Bier gesorgt war, zeigt das Foto mit seinen Vereinskollegen.

Kurz danach lernte Wilhelm Leonhard seine Frau Gertrud kennen. Er stammte ursprünglich aus Coburg, sie war Kölnerin. Gemeinsam lebten sie in München, so dass AZ-Leser Josef Lösch in München geboren wurde – und eine waschechte Münchnerin heiratete. Den Kölschen Dialekt hat er sich trotzdem bewahrt. Genau wie das liebgewonnene Album seines Onkels, in das er uns Einblick gewährte. Vielen Dank!

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