Foto-Schätze: Seltene Aufnahmen aus München kurz nach dem Krieg

AZ-Leser Klaus-Peter Segatz und die Foto- Schätze seines Vaters: Die Stadt kurz nach dem Inferno des Krieges ist voll im Wiederaufbau.
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Der Löwenturm: eingeschneit und noch mit angrenzender Bebauung – bald wird er alleine stehen müssen.
Klaus Segatz 19 Der Löwenturm: eingeschneit und noch mit angrenzender Bebauung – bald wird er alleine stehen müssen.
21. September 1951: Der Kaufhof am Stachus wird feierlich eröffnet, rechts daneben der alte Königshof und der Justizpalast.
Klaus Segatz 19 21. September 1951: Der Kaufhof am Stachus wird feierlich eröffnet, rechts daneben der alte Königshof und der Justizpalast.
Die noch arg lädierte Ruhmeshalle – es gibt noch viel zu tun. Die Paulskirche (hinten) ist schon wieder intakt.
Klaus Segatz 19 Die noch arg lädierte Ruhmeshalle – es gibt noch viel zu tun. Die Paulskirche (hinten) ist schon wieder intakt.
Das Tal 1950 mit Blick vom Alten Peter: Die Heiliggeistkirche hat noch kein Notdach, Ruinen sieht man aber keine mehr. Dafür Behelfsbauten neben der alten Stadtsparkasse.
Klaus Segatz 19 Das Tal 1950 mit Blick vom Alten Peter: Die Heiliggeistkirche hat noch kein Notdach, Ruinen sieht man aber keine mehr. Dafür Behelfsbauten neben der alten Stadtsparkasse.
Dieses Haus am Oberanger ist 1950 komplett neu erbaut (und inzwischen längst abgerissen) worden. Hinten: die Allerheiligenkirche am Kreuz.
Klaus Segatz 19 Dieses Haus am Oberanger ist 1950 komplett neu erbaut (und inzwischen längst abgerissen) worden. Hinten: die Allerheiligenkirche am Kreuz.
Die Kreuzung Senftlstraße/Drächslstraße in der Au.
Klaus Segatz 19 Die Kreuzung Senftlstraße/Drächslstraße in der Au.
Schöner war sie 1951 auch nicht als heute: Die Paul-Heyse-Unterführung mit Blick in die Seidlstraße und dem Rest des Verkehrsministeriums (l.).
Klaus Segatz 19 Schöner war sie 1951 auch nicht als heute: Die Paul-Heyse-Unterführung mit Blick in die Seidlstraße und dem Rest des Verkehrsministeriums (l.).
Blick Richtung Westend: An der Hackerbrücke fehlen noch zwei Bögen.
Klaus Segatz 19 Blick Richtung Westend: An der Hackerbrücke fehlen noch zwei Bögen.
1951 nagelneu: das "Altmünchner Gesellenhaus" des Kolpingwerks gleich hinter der Sonnenstraße.
Klaus Segatz 19 1951 nagelneu: das "Altmünchner Gesellenhaus" des Kolpingwerks gleich hinter der Sonnenstraße.
Ruinen über Ruinen – dahinter der neue Kaufhof am Stachus.
Klaus Segatz 19 Ruinen über Ruinen – dahinter der neue Kaufhof am Stachus.
Das große Feilschen: Kurz vor der Währungsreform 1948 war der Schwarzmarkt im Bahnhofsviertel noch voll im Gange.
Klaus Segatz 19 Das große Feilschen: Kurz vor der Währungsreform 1948 war der Schwarzmarkt im Bahnhofsviertel noch voll im Gange.
Was für ein Motiv: In der Bäckerei der Großmutter am Viktualienmarkt – aus dem Standl herausfotografiert! Hinten: der Bauernmarkt.
Klaus Segatz 19 Was für ein Motiv: In der Bäckerei der Großmutter am Viktualienmarkt – aus dem Standl herausfotografiert! Hinten: der Bauernmarkt.
Nur wenige Jahre zuvor war hier Aufmarschplatz: Lieselotte, die Mutter von AZ-Leser Klaus-Peter Segatz, steht unter den Säulen der Antikensammlung am Königsplatz und schaut rüber zum ehemaligen NSDAP-Verwaltungsbau.
Klaus Segatz 19 Nur wenige Jahre zuvor war hier Aufmarschplatz: Lieselotte, die Mutter von AZ-Leser Klaus-Peter Segatz, steht unter den Säulen der Antikensammlung am Königsplatz und schaut rüber zum ehemaligen NSDAP-Verwaltungsbau.
1951: Die Schauburg am Elisabethplatz ist noch ein Kino, in dem der Hörbiger-Film "Der fidele Bauer" läuft.
Klaus Segatz 19 1951: Die Schauburg am Elisabethplatz ist noch ein Kino, in dem der Hörbiger-Film "Der fidele Bauer" läuft.
Wiederaufbau vollendet: Die Schwabinger Pfarrkirche St. Sebastian in der Karl-Theodor-Straße.
Klaus Segatz 19 Wiederaufbau vollendet: Die Schwabinger Pfarrkirche St. Sebastian in der Karl-Theodor-Straße.
Einsam: der Obelisk am Karolinenplatz.
Klaus Segatz 19 Einsam: der Obelisk am Karolinenplatz.
Kennen Sie diese Kirche? Die Markuskirche 1950 – später wurde der alte Turm leider durch einen neuen ersetzt.
Klaus Segatz 19 Kennen Sie diese Kirche? Die Markuskirche 1950 – später wurde der alte Turm leider durch einen neuen ersetzt.
Blick zum Königsplatz: Am Gehweg noch zu erkennen ist das Kopfsteinpflaster der Einfahrt zum vormaligen "Braunen Haus".
Klaus Segatz 19 Blick zum Königsplatz: Am Gehweg noch zu erkennen ist das Kopfsteinpflaster der Einfahrt zum vormaligen "Braunen Haus".
Klaus Segatz 19

München - Die Foto-Schätze für diese Ausgabe hat uns AZ-Leser Klaus-Peter Segatz zugeschickt. Und: Sie sind echte Raritäten! Denn so kurz nach dem Krieg haben die meisten Münchner sicherlich an Vieles gedacht – zuallerletzt aber ans Fotografieren der immer noch zerstörten und im Wiederaufbau befindlichen Stadt.

"Mein vergangenes Jahr verstorbener Vater, Jahrgang 1930, hat diese Aufnahmen zwischen 1948 und 1951 auf Kleinbildfilm aufgenommen", sagt der 52-Jährige. Warum er in München damals so unglaublich viel fotografiert hat? "Das war sein Hobby", lautet die lapidare Begründung des Sohnes.

Historische Bilder aus der Altstadt

Alle Bilder wurden direkt vom Negativ eingescannt. Kratzer und Fehlstellen auf den originalen Negativen sind zum Teil noch zu sehen. Was es konkret zu sehen gibt? Viele Fotos aus der Altstadt, in der der gebürtige Ostpreuße Klaus Segatz damals zu tun hatte. Er hatte 1948/49 in München eine Maurerlehre am Elisabethplatz absolviert und arbeitete danach auf Baustellen in der ganzen Stadt.

Was auffällt: Der Senior hat nicht nur die noch teilzerstörten oder schon wieder aufgebauten Sehenswürdigkeiten der Stadt fotografiert. Sondern vor allem gerade erstellte Neubauten, die ihn offenbar besonders fasziniert haben. Auf diesen Seiten etwa den damals nagelneuen Kaufhof am Stachus, das Kolpinghaus gleich dahinter in der Kolpingstraße, aber auch völlig gewöhnliche Mietshäuser – oder Tankstellen.

Nach dem Krieg: Aufnahmen von Münchnern im Straßenalltag

Dazu kommen Aufnahmen von Münchnern im Straßenalltag, wie etwa seine Arbeitskollegen vom Bau oder Zaungäste beim Wiesneinzug, oder, oder, oder. Aufgrund der ungeheuren Menge der Fotos des Vaters von AZ-Leser Klaus-Peter Segatz werden wir die Aufnahmen auf mehrere Ausgaben verteilen. Viel Spaß damit!

Lesen Sie auch: Foto-Schätze - Bilder aus dem alten München

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