Foto-Fahndung der Polizei: Mann setzt Sendlinger Tor unter Wasser

Der Unbekannte rollte einen Schlauch ab und drehte einen Hydranten auf - Tausende Liter Wasser ergossen sich auf den Bahnhof. Für die Feuerwehr war die Sache nicht ganz ungefährlich.
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Tausende Liter Wasser waren in den U-Bahnschacht geflossen.
Tausende Liter Wasser waren in den U-Bahnschacht geflossen. © Daniel von Loeper

München - Der Vorfall liegt bereits gut einen Monat zurück, jetzt fahndet die Polizei allerdings öffentlich mittels Foto nach dem mutmaßlichen Täter.

Was war passiert? Am Samstag, 30.10.2021 gegen 03:40 Uhr, hatte ein MVG-Mitarbeiter festgestellt, dass am U-Bahnhof Sendlinger Tor der Bahnsteig und das Gleisbett unter Wasser stehen.

Sendlinger Tor geflutet - tausende Liter Wasser in U-Bahnhof

Der Täter hatte einen Wasserschlauch abgerollt, an einen Hydranten angeschlossen und diesen aufgedreht.Die Wassermassen ergossen sich auf die Gleise der U3 und U6 und flossen weiter über die Fahrtreppenschächte auf den Bahnsteig der Linien U1/U2.

Durch den Wasserdruck löste sich eine Deckenverkleidung, welche auf den Bahnsteig fiel. Nach aktuellen Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass mehrere Tausend Liter Wasser in den Bahnsteigbereich liefen, bevor der Hydrant abgedreht werden konnte. 

Das war für die alarmierte Feuerwehr zudem nicht ganz ungefährlich: Es bestand die Gefahr von Stromschlägen, da eine beträchtliche Menge an Wasser in einen nahegelegenen Baustromverteiler gelaufen war.

Polizei fahndet mit Foto nach Täter

Der U-Bahnverkehr auf den Linien U3/U6/U1 und U2 musste im Zuge des Einsatz für mehrere Stunden unterbrochen werden. Den genauen Sachschaden kann die Polizei noch nicht genau abschätzen, er dürfte aber beträchtlich sei.

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Das Kommissariat 24 übernahm die Ermittlungen und konnte Aufnahmen der Überwachungskamera auswerten. Auf diesen ist der Tatverdächtige zu sehen. Die Staatsanwaltschaft München I beantragte daraufhin einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung nach dem Mann. Dieser wurde am 01.12.2021 vom Amtsgericht München erlassen.

Hier können Sie das Bild des Gesuchten sehen.

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