Folgen der Corona-Krise: Baut die Stadt Personal ab?

Die Corona-Pandemie sorgt auch bei der Stadt München für leere Kassen: Nun sollen frei werdende Stellen künftig zum Teil nicht mehr nachbesetzt werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
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Hat einen schwierigen Job: Münchens Stadtkämmerer Christoph Frey.
Hat einen schwierigen Job: Münchens Stadtkämmerer Christoph Frey. © imago images/Michael Westermann

München - Wie geht die Stadt mit den im Zuge der Corona-Krise sinkenden Steuereinnahmen und den stetig steigenden Ausgaben um? Eine Folge der Misere ist wohl ein Personalabbau in den eigenen Reihen.

Wegen Corona: Stellen-Abbau bei der Stadt

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wird vermutlich "auf Jahre hinaus" ein Teil der frei werdenden Stellen nicht mehr besetzt. Nach SZ-Informationen betrifft dies auf jeden Fall die Jahre 2021 und 2022, womöglich aber auch einen längeren Zeitraum. Ausgeklammert sind demnach die Bürgerservices im Kreisverwaltungs- und Sozialreferat sowie Schulen und Kitas.

Referate bekommen eigenes Personal-Budget

Geplant sei Folgendes: Künftig sollen die unterschiedlichen Referate ein eigenes, pauschales Budget fürs Personal erhalten, während derzeit noch jede Stelle per Stadtratsbeschluss definiert wird. Über das neue Pauschal-Budget sollen die Häuser weitgehend selbst verfügen können.

Nach der jüngsten Steuerschätzung werden der Stadt 2021 bei der Gewerbesteuer laut SZ nochmals 100 Millionen Euro mehr fehlen als bisher gedacht. 

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Damit sinken die Einnahmen daraus auf 2,21 Milliarden Euro. Die Lücke im Haushalt vergrößert sich auf etwa 400 Millionen Euro. Das Geld der Stadt München wird also knapp, die neue Koalition kippte diverse Projekte.  

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Überraschend ist nichts von dem, was die grün-rote Rathaus-Koalition im Juli als große Streichliste vorgelegt hatte. Für viele Münchner, die stau- und lärmgeplagt leben, war das Ergebnis dennoch niederschmetternd. So wird es unter anderem keinen der drei großen Tunnel geben. Tegernseer Landstraße, Schleißheimer Straße, Landshuter Allee - alles gestrichen.

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