Flughafen München: Illegale Einreise kommt Ukrainer ziemlich teuer

Der Mann will am Flughafen mit gefälschten Dokumenten einreisen, wird erwischt und erzählt eine haarsträubende Geschichte.
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Der 37-Jährige war bei der Grenzkontrolle am Flughafen aufgefallen. (Symbolbild)
Bundespolizei Der 37-Jährige war bei der Grenzkontrolle am Flughafen aufgefallen. (Symbolbild)

München -  Beamte der Bundepolizei fischten bei einer Grenzkontrolle am Donnerstagabend einen 37-Jährigen aus der Masse, der nach Europa einreisen wollte. Am Ende wurde der Mann wieder in seine ukrainische Heimat zurückgeschickt. Durch seinen Betrugsversuch sind ihm hohe Kosten entstanden.

Begründungen des Mannes waren unglaubwürdig

Das war geschehen: Der Ukrainer war aus seiner Heimatstadt Kharkiv über Kiew im Erdinger Moos angekommen. Bei der Einreisekontrolle legte er den Beamten seinen Pass vor, in den ein litauisches Visum eingetragen war. Zudem zeigte er ein Flugticket nach Barcelona. Seine Erklärung: Er wolle in Spanien nur kurz Tabletten für seine kranke Nichte abliefern, bevor es am nächsten Tag wieder in die Heimat zurückgehen sollte. In ein paar Wochen wolle er dann die erste von mehreren Geschäftsreisen nach Litauen antreten - deshalb habe er das litauische Visum.

Die Beamten überprüften die Angaben des Mannes und stellten fest: Es existierten weder Flugtickets noch Reservierungen oder sonstige Nachweise für eine geplante Reise nach Litauen. Daher musste der Mann mit auf die Wache der Bundespolizei. Dort legte der Ukrainer plötzlich eine E-Mail mit einer Flugbuchung für Mitte Januar nach Litauen vor.

Ticketkosten hätte er sich sparen können

Dieser Flug allerdings, das war laut Polizei schnell ersichtlich, war gekauft worden, als der Ukrainer bereits auf der Polizeiwache saß. Darüber hinaus hatten die Beamten den Verdacht, dass das Visum erschlichen sein könnte.

Als der Mann keinen Ausweg mehr sah, gab er zu, dass er das Visum über eine Agentur beantragt habe. Als Ukrainer sei es aufgrund der guten Beziehungen zwischen beiden Ländern leichter, ein Visum für Litauen zu bekommen, als für alle anderen Schengenstaaten. Das Ticket für Januar habe er nur gebucht, um die deutschen Grenzpolizisten zu täuschen.

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Die Folge: Die Polizei annullierte das Visum und schickte den Ukrainer am Freitag wieder nach Kiew zurück. Der Ausflug dürfte ihm ziemlich teuer gekommen sein: Neben den Ticketkosten nach Litauen musste er 735 Euro bei der Bundespolizei hinterlegen, zur Sicherung des Strafverfahrens: Der Mann bekam eine Anzeige wegen Visaerschleichung und Versuchs der unerlaubten Einreise.

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