Faschingsdienstag: Eine Stadt voller Narren

Etwa 6000 Narren haben am Faschingsdienstag beim traditionellen „Tanz der Marktweiber“ auf dem Münchner Viktualienmarkt gefeiert - in ganz München waren es laut Polizei etwa 20 000 Menschen.
| Abendzeitung
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Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt
Ronald Zimmermann Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt

MÜNCHEN - Etwa 6000 Narren haben am Faschingsdienstag beim traditionellen „Tanz der Marktweiber“ auf dem Münchner Viktualienmarkt gefeiert - in ganz München waren es laut Polizei etwa 20 000 Menschen.

Grelle Perücken, ausgefallene Kostüme: Am letzten Tag des Faschings haben noch einmal 20000 Münchner Narren die Stadt erobert. Los ging’s in aller Frühe, vor allem rund um den Viktualienmarkt und in der Fußgängerzone feierten die Massen.

Kalt war’s, aber keine Wolke trübte den Himmel. Beste Bedingungen also für den traditionellen Tanz der Marktweiber. Ab elf Uhr wirbelten die zwölf Damen unter Anleitung ihres Tanzlehrers Christian Langer über die Bühne. Das einstündige Programm war ein Mix aus Tradition und Moderne, von Weiß Ferdls „Wagen der Linie 8“ bis zu Michael Jacksons „Thriller“.

Kein Halten gab es mehr beim „Fliegerlied“, live gesungen von Donikkl. Auch die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CSU im Rathaus, Alexander Reissl und Seppi Schmid, waren kurz vorm Abheben. Christl Lang, die seit 21 Jahren für die Obst- und Gemüsehändler mittanzt, bedankte sich überschwänglich bei den 4500 Gästen auf dem Viktualienmarkt: „Das Publikum war perfekt. Wir hatten unglaublich viel Spaß. Aber jetzt brennen die Füße.“ Viel Zeit zum Erholen blieb den fesch gekleideten Damen nicht, am Abend stand ein zweiter Auftritt an: gleich nebenan in der Schrannenhalle, bei „Kölsch meets München“.

Für die letzten Stunden im Fasching 2010 hatte sich die Innenstadt in eine einzige Freiluft-Bar verwandelt. Alle paar Meter gab es Essen und Trinken, überall dröhnte Gaudi-Musik aus den Boxen.

Die meisten Gäste zählte die Polizei am Marienplatz, 6000 zu Spitzenzeiten. Nachmittags die positive Bilanz: Es war zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen. Der dritte Münchner Bürgermeister, Hep Monatzeder, hatte es am Morgen versprochen: „Der Münchner Fasching ist wesentlich schöner als mancher Kölner Karneval.“ V. Assmann

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