Familienvater nach brutalem Angriff tot: Polizei verhaftet zweiten Verdächtigen
Brutal und unvermittelt wurde ein 45-jähriger Mazedonier Ende Januar in der Sonnenstraße so schwer verprügelt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus starb.
Bisher ging die Polizei davon aus, dass ein 21-jähriger Fußballfan und Kampfsportler aus Aachen allein für die tödlichen Verletzungen verantwortlich war. "Sinnlose Gewalt mit schrecklichen Folgen", nannte es Armin Ritterswürden, Chef der Münchner Mordkommission, nachdem der Tatverdächtige Mitte Februar festgenommen worden war.
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Wie sich nun aber herausstellt, soll auch der Begleiter des 21-Jährigen, ein 23-Jähriger aus Aachen, beteiligt gewesen sein. Das habe sich "im Zuge der weiteren Ermittlungen" herausgestellt, so die Polizei.
Sie geht momentan davon aus, dass der 23-Jährige dem Opfer einen Fußtritt gegen den Kopf versetzte, als der bereits am Boden lag. Zunächst hatte ihm der 21-Jährige gezielte Faustschläge gegen den Kopf verpasst, dann fiel der 45-Jährige um. Ob der zweite Angreifer auch Kampfsportler ist wie sein Begleiter, sei aktuell nicht bekannt. Täter und Opfer trafen zufällig in der Nacht auf Samstag (31. Januar) in der Sonnenstraße aufeinander.
Tot nach Prügelangriff: Polizei ermittelt weiter
Auf Antrag der Münchner Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den zweiten Mann erlassen. Er wurde festgenommen und am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt.
Die beiden Schläger waren damals in München, um das Fußballspiel des TSV 1860 gegen Alemannia Aachen zu sehen, das am Samstag nach der Tatnacht stattfand. Allerdings bestand gegen den 21-Jährigen ein bundesweites Stadionverbot – er hatte während eines Spiels eine Frau begrapscht und sexuell belästigt.
Dass jetzt klar ist, dass zwei Männer an der Tat beteiligt waren, dürfte die Ermittlungen etwas komplizierter machen.
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