"Etching": Glas und Alu in U-Bahnhöfen verätzt - Polizei warnt vor Verletzungen

Mehrere Glas- und Aluflächen in U-Bahnhöfen der MVG wurden von dem oder den Tätern mit einer Säure verätzt. Die Polizei ermittelt und warnt, die Stadtwerke setzen 3.000 Euro Belohnung für Hinweise auf den Täter aus.
| Ralph Hub
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
1 Kommentar Artikel empfehlen
Mehrere solcher "echtings" wurden in der vergangenen Woche in Münchner U-Bahnhöfen festgestellt.
Mehrere solcher "echtings" wurden in der vergangenen Woche in Münchner U-Bahnhöfen festgestellt. © SWM/MVG

München - In mindestens acht U-Bahnhöfen in der Stadt haben Unbekannte in den vergangenen Tagen Säure verspritzt. Die Kripo ermittelt und warnt zugleich die Bevölkerung davor, die betreffenden Stellen zu berühren. Folge können nach Auskunft von Medizinern schwerwiegende Verätzungen an der Haut sein.

"etching": Glasflächen in U-Bahnhöfen mit Säure verätzt

Seit vergangenem Sonntag, dem 11. April, haben der oder die Täter nach Polizeiangaben bisher in acht U-Bahnhöfen zugeschlagen. Betroffen sind die Stationen Universität, Candidplatz, Böhmerwaldplatz, Karl-Preis-Platz, Dietlindenstraße, Lehel, Hauptbahnhof und Goetheplatz.

"Betroffen sind bisher ausschließlich Glasscheiben und Metalloberflächen beispielsweise von Schaltkästen und Rolltreppenverkleidungen", sagt Polizeisprecher Ronny Ledwoch. Der oder die Täter gingen dabei sehr geschickt vor. Sie mieden Bahnsteige, die von Videokameras überwacht werden. Auch in den Zwischengeschossen bewegten sie sich so, dass sie von Kameras nicht erfasst wurden. Daher gibt es bisher keine Videoaufnahmen von den Taten. Der Sachschaden wird insgesamt auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Lesen Sie auch

Für "Etchings" wird häufig Flusssäure verwendet. Die Säure fließt meist nach unten ab und hinterlässt dabei milchige, senkrecht verlaufende Schlieren auf dem Untergrund. Flusssäure kann zu Verletzungen von Haut und Atemwegen führen, wenn beispielsweise Fahrgäste oder Reinigungspersonal damit in Kontakt kommen. "Die MVG rät daher, Graffiti an Glasscheiben, Säulen, Wänden oder Rolltreppen generell nicht zu berühren, vor allem, wenn die für Etching typischen Verlaufsspuren zu sehen sind", sagt MVG-Sprecher Johannes Boos.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die MVG eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt. 


Personen, die sachdienliche Hinweise zu den Sachbeschädigungen in den o.a. U-Bahnhöfen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 1  Kommentar – mitdiskutieren Artikel empfehlen
1 Kommentar
Artikel kommentieren