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Weniger Party, mehr Genuss: Neues Restaurant in Schwabing

Nach dem Aus des Pop-ups "Roland’s Eck" steht der Nachfolger in der Schwabinger Viktoriastraße fest: Ein japanisches Restaurant soll im Frühjahr eröffnen – mit Fokus auf Essen statt Feiern.
von  Niclas Vaccalluzzo
Das neue Wirtepaar im ehemaligen Roland's Eck: Tramy Nguyen (l.) und Viet Hai Pham vor ihrem neuen Lokal in der Viktoriastraße 23.
Das neue Wirtepaar im ehemaligen Roland's Eck: Tramy Nguyen (l.) und Viet Hai Pham vor ihrem neuen Lokal in der Viktoriastraße 23. © Daniel von Loeper

In der Schwabinger Viktoriastraße ist Ruhe eingekehrt. Im Eckhaus, in dem die Viktoriastraße auf die Unertlstraße trifft, sorgte das Pop-up "Roland’s Eck" im vergangenen Jahr für ordentlich Aufregung.

Bei vielen Anwohnern kam das hippe Lokal nicht sonderlich gut an: Lärmbeschwerden häuften sich, die Rede war von Dauerpartys und Müll. Das heißt aber auch: Das Pop-up war von seiner Klientel gut besucht. Zur Wiesn gab es sogar einen "Roland’s Eck"-Ableger im Weinzelt (AZ berichtete). Ende Dezember 2025 endete schließlich die recht kurze Geschichte des "Roland’s Eck".

Nun steht der Nachfolger für die traditionsreichen Räumlichkeiten fest. Und die Anwohner in Schwabing können aufatmen: Weniger das Feiern, vielmehr das Essen soll wieder in den Fokus rücken. Der Münchner Gastronom Viet Hai Pham (u. a. Aimy, Shimai) will hier ein japanisches Restaurant eröffnen.

Japanisches Restaurant zieht in die Viktoriastraße

Details zum Konzept will Pham noch nicht verraten – aus Schutz vor der Konkurrenz, wie er der AZ sagt. Fest steht jedoch: Es soll familiär und gesellig werden. Die Eröffnung ist für das Frühjahr geplant.

Das Lokal mit dem Namen "Aroka" soll zudem kein hochpreisiges Konzept verfolgen. Der gesellige Geist der einstigen Nachbarschaftskneipe Rolandseck (früher noch ohne Bindestrich) soll im Restaurant weiterhin spürbar bleiben.

Mit den Lärmbeschwerden habe die Schließung des "Roland’s Eck" nichts zu tun, betont Gastronom Marc Uebelherr (u. a. Schreiberei, Kneipe 80), der das Pop-up im Mai 2025 ins Leben gerufen hatte. "Unser Pop-up war von vornherein zeitlich begrenzt und bis zum 31. Dezember 2025 geplant", sagt er. Das sei auch so mit dem Eigentümer Arcobräu vereinbart gewesen.

Marc Uebelherr (l.) und Geschäftspartner Alex Brenner kurz vor der Eröffnung des Roland's Eck im Mai 2025.
Marc Uebelherr (l.) und Geschäftspartner Alex Brenner kurz vor der Eröffnung des Roland's Eck im Mai 2025. © Martha Schlüter

Roland's Eck Geschichte? "Kann jederzeit wieder aufgelebt werden"

Für Uebellherr war das Projekt ein voller Erfolg, welches vielen Gästen eine schöne Zeit beschert habe. Auch wenn das "Roland’s Eck" in der Viktoriastraße nun Geschichte ist, hat der Gastronom mit dem Konzept noch nicht abgeschlossen: "Das Roland’s Eck kann jederzeit an einem anderen Ort wieder aufleben", sagt Uebellherr. Auch das Pop-up auf der Wiesn habe allen Beteiligten viel Spaß gemacht.

In der Viktoriastraße wird nun zunächst umgebaut. "Es sind noch einige Arbeiten zu erledigen", sagt Viet Hai Pham. Unter anderem sollen Möbel und Bar erneuert werden. Im Frühjahr soll das Restaurant eröffnen.

Das frühere Rolandseck, als es noch kein Pop-up war.
Das frühere Rolandseck, als es noch kein Pop-up war. © AZ-Archiv

In dem markanten grünen Eckhaus war einst das Traditionslokal Rolandseck beheimatet, anschließend über rund 14 Jahre das Steakhaus "Kapitales vom Rind". Mit dem "Aroka" zieht nun ein neues potenzielles Nachbarschaftslokal in die Viktoriastraße ein.

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