"Vinipuri 2.0": Gereift im Mafialand

In der neuen Weinbar Vinipuri 2.0 mit Restaurant gibt’s zu jedem Tröpfchen eine Geschichte.
| Jasmin Menrad
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Carlo Franchi und Brigitte Grung besuchen ihre Weinlieferanten persönlich.
Jasmin Menrad/AZ Carlo Franchi und Brigitte Grung besuchen ihre Weinlieferanten persönlich.

München - Der Mafiawein aus Sizilien vom Weingut Centopassi ist bio und nachhaltig produziert – so wie alle Weine im Vinipuri 2.0. "Wir kennen jeden Winzer persönlich und kaufen ohne Zwischenhändler. Deshalb haben wir auch sehr faire Preise", sagt Sommelier Carlo Franchi, der italienische Wurzeln hat, aber nichts mit der Mafia am Hut.

Auch Centopassi ist weniger finster, als es sich anhört, sondern eine kleine Kooperative, die auf konfisziertem Land der Mafia Wein anbaut. Carlo Franchi und seine Partnerin Brigitte Grung waren schon öfter dort. Sie können zu allen ihren Weinen im Vinipuri 2.0 solche Geschichten erzählen.

"Wir wollen, dass die Leute bei uns neue Weine ausprobieren"

Das umständliche 2.0 deshalb, weil’s ein weiter gedachtes, größeres Vinipuri ist als die kleine Vinothek, die sie vier Jahre lang in Untergiesing betrieben haben. Die Weinphilosophie ist auch an der Schwanthalerhöhe dieselbe geblieben: "Unser Interesse ist, dass die Leute neue Weine ausprobieren", sagt Franchi. Die offenen Weine kosten im Schnitt 5 Euro und kommen von kleinen Weingütern aus Italien, aber auch Frankreich, Portugal, Spanien.

Das Vinipuri ist groß, sehr groß, doch das fällt dank der intelligenten Raumaufteilung nur auf, wenn man einmal durchspaziert. 60 Plätze in der Weinbar und nochmal so viele im Fine Dining, dazu 80 Plätze auf der Terrasse. Seit dem Sommer gibt’s eine Mittagskarte für die Nachbarschaft. Ein Dutzend Gerichte stehen drauf: lokal, saisonal – und preislich zwischen 7 und 12 Euro.

Abends gibt es feinste Menüs mit drei bis sieben Gängen

Die Küche verantworten die Zwillinge Bernhard und Christian Kamml aus Ruhpolding. Käfer, Dallmayr, Hotel Königshof oder das Esszimmer in der BMW Welt sind nur einige ihrer Stationen.

Die beiden verkünsteln sich abends beim Fine Dining (Drei-Gang-Menü 49,50 Euro, fünf Gänge 75 Euro und es gibt ein Sieben-Gang-Degustationsmenü) oder für die Gäste der Weinbar, wo vom Olivenkörbchen (5,50 Euro) bis zum Kalbsfilet Medaillon mit schwarzem Trüffel, Spinatcreme und Schwarzwurzelragout (24 Euro) für Hungrige und Knabbrige was dabei ist.

Und 40 Gramm Kobe-Schinken gibt’s für 25 Euro. Für das Geld kann der Gast aber auch fünf Gläser Wein trinken.


Fritz-Endres-Straße 4, Lunch: Mo-Fr 11.30 bis 14.30 Uhr. Weinbar: Di-Sa 18 bis 24 Uhr. Restaurant: Di-Sa 19 bis 22 Uhr (Reservierung erforderlich). Tel. 746 40 775

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