Schick und rustikal: Das "Leger am Dom"

Schick und rustikal wird das neue Lokal bei der Frauenkirche, an dem die Wiesnwirte-Familie Able seit fast einem Jahr werkelt.
| Jasmin Menrad
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Wiesnwirt Siegfried Able und seine Tochter Verena eröffnen Anfang März das Lokal "Leger am Dom".
Petra Schramek/AZ Wiesnwirt Siegfried Able und seine Tochter Verena eröffnen Anfang März das Lokal "Leger am Dom".

Altstadt - Die Freunde von Verena Able beneiden sie dezent - denn Papa Siegfried hat seiner Tochter ein Wirtshaus geschenkt. Oder ein Restaurant. Bei der Klassifizierung wollen sich Siegfried (54) und Verena Able (29) nicht festlegen.

Auch den besten und schönsten Platz von 120 Sitzplätzen zu benennen ist nicht möglich. Hier, und hier, und hier, und hier - Siegfried Able führt die Abendzeitung begeistert durchs neue Lokal - und hier ist auch eine spannende Sichtachse! Es gibt viele Ecken, in denen sich die Gäste sehr privat fühlen werden und doch einen Überblick über den 300 Quadratmeter großen Raum haben.

Man merkt's deutlich, es ist ein Herzensprojekt, das die Wirte vom Marstall, Betreiber vom Eiszauber und See-Biergarten Lerchenau in der Innenstadt verwirklichen.

Der letzte Schliff steht bevor

Am 6. März soll endlich bei der Frauenkirche im ehemaligen Café Lavazza und dem daneben liegenden Ex-Ferrari-Geschäft das "Leger am Dom" eröffnen. Eigentlich sollte es schon Ende 2017 losgehen, aber "die Räume waren für Vollgastronomie nicht geeignet", sagt Siegfried Able. Abwasser, Leitungen, Raumaufteilung: Alles musste neu gemacht werden.

Jetzt bekommen der gegossene Terrazzo-Boden mit Isarkieselsteinen und das Lichtambiente noch den letzten Schliff, das Mobiliar ist bereits angeliefert und muss nur noch ausgepackt werden. "Eigentlich könnten wir schon am Montag aufmachen", sagt Verena Able, die federführend bei dem Familien-Projekt ist. "Aber wir haben uns bewusst noch mal Zeit genommen, um die Mitarbeiter zu schulen und uns einzugrooven."

Und weiter sagt sie: "Papa und ich könnten Zwillinge sein von unserer Denk- und Arbeitsweise her." Dass im Leger am Dom alt auf neu, rustikal auf modern treffen sollen, da waren sich Vater und Tochter schnell einig.

Ein Kirchenbauer hat die Rundbögen mit den über hundert Jahre alten, handgeschlagenen Ziegelsteinen eingezogen. Rundherum ums Lokal geht eine Bank mit Veloursbezug. Die Decke dämpft und frisst die Geräusche. Und die Sanremo-Siebträger-Kaffeemaschine erinnert mit ihren großen Tachos an einen Sportwagen.

Ausstattung über dem Durchschnitt - die Preise auch

Entsprechend der gehobenen Ausstattung werden auch die Preise ein bisschen über dem Durchschnitt liegen. Als "weltoffen mit Liebe zu heimischen Produkten" beschreibt Verena Able die Speisekarte. Lechtaler Lachsforelle, roh mariniert mit Limette und Ingwer, oder mit Couscous gefüllter Spitzpaprika mit Vanille-Schafsjoghurt wird's geben - die Küche ist durchgehend warm.

Apropos warm: Wenn's warm wird, kann die Fensterseite zum Dom komplett geöffnet werden. Dann steht die Bar quasi direkt an der Frauenkirche. Draußen gibt's eine große Freischankfläche mit 120 Plätzen und - klaro - Blick auf den Dom. "Für uns ist's das Wohnzimmer am Dom geworden", sagt Verena Able über ihre Noch-ein-bisschen-Baustelle, an der sie seit fast einem Jahr herumwerkelt. Und setzt nach: "Das ist mein Lebenstraum. Ich bin so froh, dass ich mich hier verwirklichen darf."

Ab 6. März, Kaufingerstr. 24 (Eingang Liebfrauenstr.) Mo bis Sa 10.30-0 Uhr, warme Küche von 11.30 bis 22 Uhr

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