Restaurant Colombo in München: Kulinarischer Geografieunterricht

Im Colombo im Westend gibt es seit Neuestem Leckereien aus Italien, Frankreich und Südamerika.
| Jasmin Menrad
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Stephan Braun in seinem Café Colombo.
min Stephan Braun in seinem Café Colombo.

Im Colombo im Westend gibt es seit Neuestem Leckereien aus Italien, Frankreich und Südamerika.

Südamerika und Spanien haben es Stephan Braun (30) angetan. Dafür muss man kein Detektiv sein, der Gast sieht die alten Landkarten übergroß in Stephans Café Colombo im Westend hängen. Alte Landkarten, wie sie sonst in miefigen Klassenzimmern im Geografieunterricht hängen.

Im neu eröffneten Colombo mieft nichts. Stattdessen ist eine Seite komplett zur Straße hin offen und in der Glasvitrine rufen Petit Four (1,90 Euro) mit Beeren oder Karamell laut und deutlich: "Vernasche mich!"

Die kleinen, süßen Leckereien kommen vom Café Dukatz, wo Stephan vier Jahre lang gearbeitet hat. Brot und Semmeln von der Bäckerei Gattinger in Sendling. Die backen frisch und ebenso frisch belegt Stephan seine Semmeln: mit Gorgonzola, Mascarpone, Trauben und Feigensenf (3,40 Euro) oder Fenchelsalami, Crème fraîche und Kräutern der Provence.

Sehr empfehlenswert ist auch der Kichererbsensalat mit Tomate, Feta, Basilikum, Minze, Paprika und ein klein bisserl Chili (4,90). Das alles gibt’s auf die Hand.

Schöner ist’s aber draußen zu sitzen, auf die Ganghoferstraße mit ihren Bürohäusern und den Büromenschen zu gucken und einen frischen Wassermelonensaft mit Eis und einem Spritzer Zitrone (3,50) zu trinken. Die Autorin fand, das klingt so fad, dass sie’s probiert hat. War gar nicht fad.

Die Idee hinter dem Colombo ist, dass man eine kleine kulinarische Weltreise macht: derzeit vor allem durch Spanien, Frankreich und Italien. Weil Stephan, der mal Grafikdesign studiert hat, ein halbes Jahr in Peru studiert hat und mit dem Rucksack Südamerika bereist hat, will er bald auch Speisen von dort anbieten. Kleine Tortilla-Röllchen und viel Avocado.

Scharfe Soßen aus Südamerika gibt’s in der Feinkostecke schon jetzt: "Mexican Tears", aber auch Senf aus Frankreich und natürlich Vino.


Anglerstraße 25, Mo. bis Fr. 7.30 bis 19 Uhr, Sa. 8 bis 19 Uhr, So. geschlossen. Kennen Sie auch eine Neueröffnung? Dann schreiben Sie an gastro@az-muenchen.de

Lesen Sie hier: Beerencafé: Paradies der frischen Früchte

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