Neues Café: Eierschecke wie bei Tante Erika

In einem kleinen Café in Sendling backen zwei Frauen Kuchen nach alten Rezepten.
Jasmin Menrad |
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Esther Szolnoki (links) fand ein altes Kuchenrezeptbuch – quasi der Grundstein für das Café, das sie inzwischen mit Judith Starck führt.
min Esther Szolnoki (links) fand ein altes Kuchenrezeptbuch – quasi der Grundstein für das Café, das sie inzwischen mit Judith Starck führt.

Das Kuchenrezeptbuch von Tante Erika wollte Esther Szolnoki (39) zuerst wegwerfen. "Es war in Plastik eingepackt und sah nicht schön aus. Ich dachte, es sei ein leeres Notizbuch.“ Gottseidank hat sie reingeschaut und gesehen, dass handschriftliche Kuchenrezepte drinstehen. Sonst gäbe es das Café Erika in Sendling nicht.

Denn Großtante Erika (85) backt die besten Kuchen. "Beim Kuchen fängt man nicht an, Diät zu machen, da kommt Butter und Zucker rein“, sagt Judith Starck (45), die Erika zwar nicht persönlich kennt, aber ihre Kuchen liebt. Judith und Esther waren Arbeitskolleginnen in einem Verlag. Judith war Gartenredakteurin, Esther war Kochbuchredakteurin. Mitte Mai haben sie ihr Café mit den Tischen aus altem Schulturnhallenboden und der bunten Fliesentheke eröffnet.

Es gibt Kuchen (3,20 Euro). Tolle Kuchen. Etwa die in München unbekannte Eierschecke, ein Käsepuddingkuchen, bekannt in Sachsen und Thüringen. Von Tante Erika natürlich. Oder den Erdbeer-Traum. Von Tante Erika natürlich. Oder Weiße-Schokolade-Mohn. Den hat Esther erfunden. "Wir haben auch einen veganen, glutenfreien Kuchen. Diese Wörter kennt Erika gar nicht“, sagt Esther. Die Zutaten sind bio und die Eier kommen von Höfen, die männliche Küken mitaufziehen.

Frühstücken kann man im Café Erika auch: Obstsalat (5,20 Euro), Gemüsesticks mit Hüttenkäse (4,50 Euro) oder zwei Spiegeleier mit Brot (4,60 Euro). Und zwar den ganzen Tag – auch wenn’s ein Tagesgericht gibt, etwa Pasta mit Zucchini und Walnüssen (7,50 Euro). Derzeit werkelt Judith im Hinterhof, wo die beiden ein paar Tische hinstellen durften. Und Blümchen. Und Sträucher. Und Beete anlegen. "Hier war jahrelang eine Automatenkneipe, die Nachbarn sind froh, dass jetzt ein Café drin ist“, sagt Esther, die die Nachbarn mit Kuchen und Brezn besticht.

Tante Erika war noch nicht in dem Café, aber sie hat ein Fotobuch geschenkt bekommen. Sie ist nicht mehr so gut zu Fuß. "Aber sie backt immer noch“, sagt Esther.


Senserstraße 7. Di. bis Fr. 9.30 bis 18.30 Uhr, Sa. und So. 10 bis 18 Uhr

 

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