Nach 16 Jahren: Shakira-Bar ohne Shakira

Die Betreiber sind noch dieselben, doch der Name ein anderer. Was sich sonst noch ändert.
| Jasmin Menrad
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Maxvorstadt -  Der Hüftschwung der blonden Frau mit dem goldenen Kleid könnte legendär sein. Könnte. Aber die Schönheit namens Shaxe oder Hakira oder wie auch immer kennt niemand.

Sie klebt an Shakira statt nun auf der Shakira Bar in der Maxvorstadt, die so nicht mehr heißt. Wir erinnern uns: 16 Jahre lang – also so lange wie die internationale Karriere der Popsängerin

Shakira schon währt – klebte die Sängerin mit blonder Föhnwelle, bauchfreiem Glitzertop und erschreckend enger schwarzer Lederhose zweifach im Schaufenster der kleinen Bar in der Theresienstraße.

Bis vor zwei Wochen ein Schreiben von einem Anwalt aus Los Angeles die Betreiberfamilie Saracyakupoglu aufforderte, den Namen zu ändern. "Eine Stammkundin hat sich den Namen Shaxe Bar ausgedacht", sagt Venja Saracyakupoglu (61), die auch das S aus dem Schild entfernt hat.

Shakira ist aus der Bar verschwunden

In der Bar gab’s schon einige Veränderungen, die aber nur Stammgäste mitbekommen haben: Erst hatte sie der Sohn geführt, dann der Vater, jetzt die Mutter. Es blieb in der Familie. Ebenso blieb die Popmusik (besonders, ja, raten Sie ruhig: Shakira natürlich) und die Automaten. Es blieben viele Stammgäste, junge und alte und oft blieben auch Menschen hängen, die an der Theresienstraße 73 plötzlich stehen blieben und sagten: "Shakira Bar? Was ist denn das für ein cooler Name?"

So landete die Autorin dieser Zeilen erstmalig in der Boazn und wurde nicht enttäuscht. Auch wenn damals gerade die einzige Shakira-CD kaputt war und sie zu "I will survive" tanzen musste. Jetzt ist Shakira ganz aus der Bar verschwunden.

Es wird sich aber noch mehr verändern: "Nach dem August will ich Geld in die Hand nehmen und drinnen alles neu machen: Fliesen, Toiletten, Deko", sagt die Chefin. Innen hängen noch einige Bilder von Shakira. Ob Venja Saracyakupoglu die nach der Renovierung wieder aufhängen möchte, weiß sie nicht. "Ich habe noch keinen Plan", sagt sie.

Bleibt nur, Shakira im November nach ihrem München-Konzert herzlich in die Shaxe Bar/Hakira Bar einzuladen. Nach einem geselligen Abend in der netten Boazn wäre sie sicher geehrt, dass dieser Laden nach ihr benannt ist. Beziehungsweise war.

Lesen Sie hier: Eine Schule im Nirgendwo

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