Mit Glanz und Glamour zum Tanz

In dieser AZ-Serie stellen wir Lokale vor, in denen die Musik von der Band auf der Bühne kommt statt vom Tonträger hinter dem Tresen. Heute: Der Night Club im Bayerischen Hof
| Laura Kaufmann
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Die Tische sind unten um die Bühne verteilt und auf der Galerie darüber. 400 bis 500 Menschen können im Night Club Platz finden.
Daniel von Loeper Die Tische sind unten um die Bühne verteilt und auf der Galerie darüber. 400 bis 500 Menschen können im Night Club Platz finden.

Als AOC richtig loslegen, reißen sie damit alle Tanzwilligen auf die Füße – die Energie, die die Fünf auf der Bühne versprühen, ist ansteckend. Sie performen Songs von Black Eyed Peas bis Kelly Rowland, als wären es ihre eigenen; der Night Club des Bayerischen Hofs steht heute ganz im Zeichen von Hip Hop, R’n’B und Soul.

So, wie die Gäste sich mitreißen lassen vor der Bühne, könnte man meinen, hier würde nie etwas anderes gespielt. Ein junges Pärchen testet seine Moves ebenso wie ein weißhaariges, er mit Sonnenbrille im Haar, sie mit Pailletten-Top – Männer im Holzfällerhemd, Damen in hochhackigen Stiefeln und blondierten Haaren, mit Leopardenkleidern oder Jeans geben ihr Bestes, den Beat zu fühlen und gut auszusehen dabei. Morgen aber wird schon wieder eine andere Band den Stil vorgeben, Jazz vielleicht oder Blues, montags stürmen Salsa-Tänzer den Night Club.

Meist sind dienstags, mittwochs und sonntags Konzerte, am Wochenende spielen Coverbands. Für das Booking ist Katarina Ehmki verantwortlich. Aftershow-Konzerte von den Söhnen Mannheims oder Naughty by Nature holt sie ins Haus, „solche Shows sind brechend voll und ziemlich schnell ausverkauft“, sagt Ehmki. „Aber wir haben auch Münchner Künstler hier, die nicht so bekannt sind. Da verlangen wir keinen Eintritt, damit deren Freunde vorbeikommen können – und die Stimmung ist auch super.“

Auf Kosho an diesem Mittwoch (18.01.) freut sie sich schon, das Jazz-Soul-Projekt des Mannheimer Sängers Michael Koschorreck, und auf den Nu Soul und Electric Jazz der Sängerin Mêm diesen Sonntag (22.01). Natürlich schauen auch Gäste des Hotels vorbei – und darunter ist gelegentlich auch ein bekanntes Gesicht.

Chris de Burgh hat die Band im Night Club so gut gefallen, dass er sich dazu gestellt und ein paar Songs zum Besten gegeben hat. Die Weather Girls haben es ihm nachgetan. Amy Winehouse genoss den Abend im Publikum; dafür fand sich ihre Band an einem anderen Abend auf der Bühne wieder. „Es ist immer wieder ein Erlebnis hier“, sagt Katarina Ehmki. „Man denkt, hey, der schaut aus wie Lenny Kravitz – und es ist Lenny Kravitz.“ Der Glamour zieht sicher einige der Gäste an.

Andere wollen einfach gute Musik bei feinen Drinks genießen, auch wenn die nicht ganz billig sind: Für Sprizz, Caipirinha oder Mojito sind 10,90 Euro fällig, aufwändigere Cocktails kosten um die 12 Euro, Champagner Cocktails um die 16 Euro. Wenn der Magen knurrt, schaffen einige Trader-Vic’s-Gerichte von Frühlingsröllchen (9,40) bis zur glasierten Ente in Pflaumensauce (12,90) oder ein Steak-Sandwich (23) Abhilfe. So gestärkt, können die Nächte lang werden. Mit Stars oder ohne. 


Promenadeplatz 2, täglich 22 bis 3 Uhr, www.bayerischerhof.de, Tel.: 21 20 944

 

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