Las Vegas trifft Weilheim

Sieht nach Las Vegas aus, steckt aber viel Weilheim drin.In der glamourös eingerichteten Stiglerie stammen viele Team-Mitglieder aus dem Voralpenland.
| Florian Zick
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Auch in der Stiglerie pendeln noch die drei großen Diskokugeln über den Köpfen der Gäste, wie im Vorgängerlokal. Dazugekommen ist nun ein sieben Meter hohes Weinregal - rekordverdächtig.
Daniel von Loeper Auch in der Stiglerie pendeln noch die drei großen Diskokugeln über den Köpfen der Gäste, wie im Vorgängerlokal. Dazugekommen ist nun ein sieben Meter hohes Weinregal - rekordverdächtig.

Sieht nach Las Vegas aus, steckt aber viel Weilheim drin. In der glamourös eingerichteten Stiglerie stammen viele Team-Mitglieder aus dem Voralpenland.

Auch wenn die Stiglerie ziemlich nach Las Vegas aussieht, das Restaurant hätte genauso gut „Weilheim” heißen können. Das klingt zwar weitaus weniger sexy, aber in Weilheim hat alles seinen Anfang genommen.

Stephan Schuster-Wölke ist im Pfaffenwinkel aufgewachsen, in eben jenem Städtchen namens Weilheim. Bereits kurz nach dem Abitur hat er dort eine Agentur für Webdesign aufgebaut, die mittlerweile so erfolgreich ist, dass ihn die Aufträge bis in die weite Welt hinaustragen.

Im Spätsommer vergangenen Jahres, ein Projekt in New York war gerade abgeschlossen, reiste er noch ein wenig umher, ein bisschen Kanada, ein bisschen USA. In Las Vegas landete er schließlich in einem Schnellrestaurant. Draußen blinkten die Lichter der Kasino-Metropole und brachten in Schuster-Wölke einen alten Kindheitstraum wieder zum Erwachen.

Der junge Unternehmer klickte sich mit dem Handy durch ein paar Münchner Gastro-Immobilien. Die ersten 20, 25 Angebote waren alles Nieten, dann las er plötzlich: „Gastroperle am Stiglmaierplatz” zu verpachten.

Besagte Gastroperle war die ehemalige La Trattoria in der Nymphenburger Straße, ein Lokal mit prachtvoller Glasfassade und beeindruckender Deckenhöhe. Drei große Diskokugeln baumeln dort über den Tischen. Dazu hat Schuster-Wölke ein riesiges Weinregal installieren lassen, mit seinen sieben Metern Höhe sicher ein Kandidat fürs Guinness-Buch. Aber die Optik täuscht. Denn was so rekordverdächtig und leicht angestrengt nach Las-Vegas-Flair klingt, wird in der Stiglerie wunderbar durch eine ruhige, man möchte fast sagen: Weilheimer Atmosphäre ausgeglichen.

Schuster-Wölke hat ein Team aus der Heimat um sich geschart. Der Koch stammt aus Weilheim, die Geschäftsführerin ist eine alte Schulkameradin, sogar die Handwerker, die beim Umbau geholfen haben, waren alte Bekannte. Nun mischt sich in der Stiglerie das kleine Dorf mit der weiten Welt. Es gibt gebratene Entenbrust (10,50 Euro), Saibling mit Blattspinat (18 Euro) oder süße Pizzen alsNachspeise (5,50 Euro). So sieht es also aus, wenn Weilheim auf Las Vegas trifft.

Nymphenburger Straße 3, Mo. bis Do. 11.30-14.30 Uhr und 18-23 Uhr, Fr. 11.30-14.30 Uhr und 18-1 Uhr, Sa. 18-1 Uhr, www.stiglerie.de, Tel. 55 15 55 20

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