Kreide und Kräuter

In der Maxvorstadt hat das „Yam Vegan Deli“ eröffnet. Aus der kleinen Küche gibt’s täglich Essen für das gute Gewissen und am großen Tisch einen Ratsch nach Yoga oder Arbeit
| Laura Kaufmann
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Alles Frische auf einen Blick: Die Speisen und Getränke sind mit Kreide an den schwarzen Tresen gemalt.
Petra Schramek 4 Alles Frische auf einen Blick: Die Speisen und Getränke sind mit Kreide an den schwarzen Tresen gemalt.
Im Yam Vegan Deli essen die Gäste zusammen am großen Tisch, an der Bar am Fenster – oder sie kaufen für daheim ein.
Petra Schramek 4 Im Yam Vegan Deli essen die Gäste zusammen am großen Tisch, an der Bar am Fenster – oder sie kaufen für daheim ein.
Schokotrüffel schmecken auch ohne tierische Produkte.
Petra Schramek 4 Schokotrüffel schmecken auch ohne tierische Produkte.
Jeden Tag gibt's einen Salat und eine Suppe zur Wahl.
Petra Schramek 4 Jeden Tag gibt's einen Salat und eine Suppe zur Wahl.

Regina Gambarte und Oliver Veitinger hätten auch schon früher losgelegt, aber für besondere Ideen braucht es besondere Menschen. Aus dem Büro zum Yam-Yoga-Studio in der Augustenstraße sollte ein Deli werden – aber eins mit veganen Gerichten. Jetzt haben sie Esther Bollinger gefunden. Und das Yam Vegan Deli ist eröffnet, seit ein paar Wochen.

Esther Bollinger ist Australierin, die einen Deutschen geheiratet hat, und sie ist eine vegane Köchin, die jetzt hinter der Theke in dem winzigen Laden steht und die Speisen zubereitet. Suppen und Salate, vegane Kuchen und Trüffel, Bircher Müsli und Aufstriche. Aber in dem Deli geht es nicht nur um fleischlose Ernährung, es geht um die ethische Idee von einem nachhaltigeren Leben.

Zum Mitnehmen gibt’s Gläser mit Schraubverschluss. Und das Regal neben der Theke ist ein veganer Mini-Tante-Emma-Laden: Hier gibt’s Milch aus Soja und Hafer, Brot, selbst gemachte Gewürzmischungen und biologisch angebaute Weine für daheim.

Gambarte und Veitinger wollen vermitteln, dass vegane Ernährung kein Aufwand mehr ist – und schmeckt. Ein paar Häuser weiter betrieben die beiden bis vor ein paar Jahren die Kostbar, heute noch den Volksgarten in der Brienner Straße – in der Gastronomie haben sie Erfahrung. „Inneneinrichtung ist ein Hobby von Oliver“, sagt Regina Gambarte. Mit Second Hand und selbst gebauten Möbeln.

Das kleine Yam Deli ist mit Stil gemacht: Die Gäste nehmen an dem zentralen Holztisch Platz oder an der Bar im Schaufenster zur Straße hin, die Theke ist mit schwarzer Tafelfarbe bemalt. Mit Kreide sind die Tagesgerichte darauf geschrieben: Fenchel-Birnen-Salat mit Buchweizen und Walnüssen (7,20 Euro) und Karotten-Kokos-Suppe mit Kardamom (4,80) gibt’s zum Beispiel, dazu die Platte „Das Beste von Allem“ mit Suppe, Salat, Aufstrichen und Dips (7,80).

In der Vitrine thronen lauter Beweise, dass man auch ohne Milch und Ei herrlich backen kann. Bananenbrot, Karotte-Dattel-Walnuss-Kuchen oder Schoko-Dattel-Trüffel. Im Deli herrscht schon reges Treiben, Yogaleute und Nachbarn schauen gleichermaßen angetan vorbei. Veganer oder nicht. Weil’s nett ist und schön – und weil’s schmeckt. 


Augustenstraße 5, Mo. bis Fr. 10 – 20 Uhr, Sa. 10 – 7 Uhr, yamvegandeli.blogspot.de

 

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