Heinrich Matters in der Maxvorstadt: Morgens, mittags, abends Bio-Lieblingsessen

Das Heinrich Matters bei der TU München überzeugt mit Öko-Produkten und Kalorien-Kuchen.
| Jasmin Menrad
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Sandra und Henning Dürr hinter der Vitrine vom Heinrich Matters.
min Sandra und Henning Dürr hinter der Vitrine vom Heinrich Matters.

Frühstück-Mittagessen-Nachmittagskuchen-schick-Abendessen-und-eine-Bar: Derlei Allrounder-Lokale sind meist nur mittel. Im neuen Heinrich Matters in der Luisenstraße scheint das Konzept, zu jeder Zeit das passende anzubieten, dank viel Herz aufzugehen.

Herz bedeutet, dass alle tierischen Produkte bio sind – bis auf den Parmesan und den Gorgonzola. "Da sind wir noch auf der Suche nach guten Bio-Produkten", sagt Henning Dürr (48), der mit seiner Frau Sandra (41) seit sieben Jahren auch den kleinen Kiosk Café Grüneis im Englischen Garten betreibt.

"Wir verkaufen nur, was wir wirklich fein finden", sagt Henning Dürr. Klassisches Frühstück (ab 7,50 Euro) oder eben Avocado-Brot mit Zitronen-Öl und pochierten Eiern (9,90 Euro). Oder das Millionaires Short Bread (2,60 Euro) mit Schoko, Karamell und ganz viel Butter aus der üppig mit Kuchen befüllten Vitrine. "Das heißt wahrscheinlich so, weil eine Million Kalorien drin sind", mutmaßt Henning Dürr.

Heinrich Matters: Für bewusst lebende Maxvorstädter

Über vier Monate haben Henning und Sandra Dürr renoviert, sind allein wegen der Kissen in den Fenstern zwei Mal nach Marokko geflogen. Zuvor hat Raffaele hier vierzig Jahre lang Pizza gebacken. Geblieben sind nur die verglaste Messing-Vitrine und ein getönter Windfang. Jetzt sind die grauen Tischchen mit viel Platz dazwischen angeordnet, es kann zusammengeschoben werden oder eine ganze Horde Kinderwagen kommen.

Die bewusst lebenden Maxvorstädter wollen sie mit ihrem Lokal ansprechen. Mittags gibt’s eine übersichtliche Karte an Schöpfgerichten wie indischer Gemüsesuppe mit frittiertem Koriander (5,20 Euro), Salatteller und Lieblingsessen wie marokkanisches Hühnchen mit Tabulé und Joghurt (8,90 Euro). Koch Matze kommt vom Hey Luigi.

Schwarz lackierte Regenrohre beleuchten die Tische punktuell. Am Abend, wenn Barkeeper Bernd Auinger seine Drinks mixt (Hendricks, Zitronensaft, Agavendicksaft, Sirup, Gurken, 9 Euro) werden die Lichter gedimmt. Auch wenn Henning Dürr behauptet, am Lichtkonzept müsse noch gefeilt werden, ist es stimmig, wie bereits jetzt eine Wohlfühl-Stimmung erzeugt wird.


Heinrich Matters: Luisenstraße. 47, Dienstag bis Samstag 9-24 Uhr, Sonntag 9 bis 17 Uhr

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