"Grüs Gott!": KI-Krug fürs Frühlingsfest mit peinlichem Fehler

Der Jubiläums-Krug zum Frühlingsfest wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz gestaltet. Neben gemischten Reaktionen sorgt auch ein kleiner Rechtschreibfehler im Motiv für Aufmerksamkeit.
von  Niclas Vaccalluzzo
Hier präsentiert Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (M., SPD) zusammen mit den Schaustellern Robert Eckl (l.) und Peter Bausch stolz den KI-Krug.
Hier präsentiert Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (M., SPD) zusammen mit den Schaustellern Robert Eckl (l.) und Peter Bausch stolz den KI-Krug. © IMAGO/B. Lindenthaler

Während es beim diesjährigen Wiesnmotiv noch eine hitzige Debatte um vermeintlich verwendete Künstliche Intelligenz (KI) gab, setzen die Frühlingsfest-Macher offenbar bewusst auf deren Einsatz. „Da kommen wir einfach nicht mehr drum herum“, erklärt Frühlingsfest-Chefin Yvonne Heckl.

Frühlingsfest-Krug ist KI-generiert

Davon ist nicht jeder begeistert: Auch wenn sich Tina Krätz, Hippodrom-Wirtin, in ihrer Kritik zurückhält, sagt sie: „Ich bin nicht so für KI“. Aus ihrer Sicht ginge es auch ohne. Das findet auch Peter Schöniger, Festhalle-Bayernland-Wirt. „Es ist wichtig, dass man davon ein bisserl wegkommt“, sagt er und betont, dass die Gestaltung der Titelseite seiner Speisekarte völlig ohne KI ausgekommen ist und von einem Künstler handgezeichnet worden sei – mit Videobeweis.

Fälschlicherweise steht „Grüs Gott“ im Lebkuchenherzerl des diesjährigen Frühlingsfestkrug-Motivs.
Fälschlicherweise steht „Grüs Gott“ im Lebkuchenherzerl des diesjährigen Frühlingsfestkrug-Motivs. © Daniel von Loeper

Rechtschreibfehler und kuriose Balance-Künste

Auf dem Krug zu sehen sind ein Mann und eine Frau vor dem Frühlingsfest auf der Theresienwiese. Die Frau balanciert auf skurrile Art und Weise zwei Maßkrüge in der einen Hand. Das Motiv stammt von der Hausfrau Sandra Hölzl die laut Veranstaltern "leidenschaftlich gerne Bilder mit der Hilfe von KI generiert".

„Die KI ist nur so gut, wie ich sie füttere“, erklärt Heckl. Beim „Füttern“ scheint jedenfalls etwas schiefgelaufen zu sein: Im abgebildeten Lebkuchenherzerl steht etwa „Grüs Gott!“ – ohne scharfes „S“. Der Sammlerkrug ist auf 1000 Stück limitiert und hat repräsentativen Charakter. Er kann nicht käuflich erworben werden und wird nur an ausgewählte Personen verteilt. Über das Motiv wurde in einem Wettbewerb des "Münchner Wochenanzeiger" entschieden.

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