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Essklasse in der Fasanerie: Einstimmen auf Weihnachten

Im November gastiert die Ess-Klasse in der Fasanerie im Hartmannshofer Park: Hier gibt es 5 Gänge mit Wein zum Preis von 69 Euro.
| Laura Kaufmann
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Lädt im November zur "Ess-Klasse" in die Fasanerie: Küchenchef Piersandro Pieli freut sich auf Sie!
Lädt im November zur "Ess-Klasse" in die Fasanerie: Küchenchef Piersandro Pieli freut sich auf Sie! © Bernd Wackerbauer

München - Ein Geheimtipp darf sich unter Umständen mit gutem Gewissen auch dann noch Geheimtipp nennen, wenn hier schon die ein oder andere Ess-Klasse stattgefunden hat. Zum Beispiel, wenn das Restaurant in einem Park liegt, von dem viele Münchner noch nie etwas gehört haben: Hartmannshofer Park.

Er liegt nördlich von Schloss Nymphenburg, bei Hundebesitzern ist er besonders wegen des kleinen Bachlaufs beliebt, in dem sich die Vierbeiner an heißen Tagen gern abkühlen. Und beliebt ist er auch bei Gourmets: Im Hartmannshofer Park nämlich liegt die Fasanerie. Ein herrschaftlich-hübsches kleines Anwesen, ein ehemaliges Forsthaus. Kurfürst Max Emanuel ließ es 1717 für die Fasanenaufzucht errichten, woraus sich auch der Name erklärt.

Das Kaminzimmer  erinnert an vergangene Jagdzeiten

Heute wird in der Fasanerie nichts mehr gezüchtet; stattdessen wird hier gefeiert und gespeist. Im Sommer lockt ein großer Biergarten mit gehobenem kulinarischen Angebot, über Tausend Plätze sind unter uralten Kastanienbäumen verteilt. Kinder freuen sich auf den Spielplatz, Hunde auf den Bach.

Aber nicht nur im Sommer ist das Anwesen ein idyllisches Plätzchen. Chefin Martina Schotter, vormals Meise, hat die Zimmer jeweils in den Farben des Fasanengefieders dekoriert; besonderer Hingucker ist die wunderschöne Fasanentapete im Eingangsbereich. Auf den Tischen stehen frische Blumen, dezente Tischlampen sorgen für intimes Licht. Im Kaminzimmer grüßt das Murmeltier und erinnert an vergangene Jagdzeiten.

In der Küche hat sich Piersandro Pieli sein Reich eingerichtet. Er kocht hier, seit Martina Schotter die Fasanerie vor fünf Jahren übernommen hat. Demnach lässt sich die Küche der Fasanerie als international-italienisch mit regionalen Einschlägen beschreiben. Vor allem aber als besonders gut. Wildgerichte haben einen hohen Stellenwert, allein schon um die Geschichte des Hauses zu ehren.

Die AZ-Ess-Klasse vier Wochen lang in der Fasanerie

Kein Wunder also, dass die Fasanerie wieder die Herausforderung einer Ess-Klasse annimmt. Die Gourmet-Aktion der Abendzeitung mit Rindchens Weinkontor hat dort schon letztes Jahr die Gäste um die Weihnachtszeit herum erfreut, und auch dieses bietet sich die Ess-Klasse als Weihnachtsfeier an. Fünf Gänge mit Weinbegleitung und Aperitif, zum Preis von 69 Euro pro Person gibt es nun vier Wochen lang in der Fasanerie.

Draußen im Garten lockt in der kalten Jahreszeit eine Eisstockbahn, Feuerschalen sorgen für Gemütlichkeit. Zur Weihnachtszeit wird in der Tenne ein vier Meter hoher Christbaum aufgestellt, an Adventssamstagen wird dort zur Mittagessenszeit weihnachtliche Musik gespielt. Und mit Glück führt der Weg zur Fasanerie vielleicht bald durch den verschneiten Park.

Aber auch ohne festlichen Anlass ist das Menü, das sich Piersandro Pieli ausgedacht hat, eine Reise wert. Wir wünschen guten Appetit!

Das Menü

Aperitif: Auf das Menü stimmt der Riesling Sekt Brut "Senator" vom Schloss Wachenheim aus der Pfalz ein. Ganz feine Pfirsichnoten in der Nase, eine milde Säure und eine feine Perlage machen Lust auf mehr.

Erster Gang: Hirschcarpaccio mit Joghurt und Ananas, Minze und Roter Beete

Erster Gang: Hirschcarpaccio mit Joghurt und Ananas, Minze und Roter Beete.
Erster Gang: Hirschcarpaccio mit Joghurt und Ananas, Minze und Roter Beete. © Bernd Wackerbauer

Wild ist ein Aushängeschild in der Fasanerie. Hauchzart und roh genossen wird hier der Hirsch. Die Kombination mit Ananas, Rote Beete und Minze sorgt für einen frischen, fruchtigen Touch.

Der Bio-Rosé aus Pinot Noir und Merlot "Aus einem Guss" vom Weingut Lukas Kesselring aus der Pfalz, Jahrgang 2021, geht nicht nur gut mit dem Carpaccio einher, er harmoniert auch grandios mit der Ananas, ohne in der Aromenvielfalt unterzugehen.

Zweiter Gang: Kartoffel-Topinambur-Suppe mit Thymian-Croutons

Zweiter Gang: Kartoffel-Topinambur-Suppe mit Thymian-Croutons.
Zweiter Gang: Kartoffel-Topinambur-Suppe mit Thymian-Croutons. © Bernd Wackerbauer

Oft sind es die vermeintlich einfachen Gerichte, an denen sich die Kunst der Küche zeigt. Was unspektakulär klingt, ist ein duftender Wohlfühlgang, jeder Löffel ein Genuss. Dazu gibt es im Glas den Grauburgunder aus der Spitzenlage St. Martin vom Weingut Reichsgraf von Plettenberg in Bad Kreuznach mit Aromen von Honigmelone, Mandel und Zitrus.

Dritter Gang: Wolfsbarschfilet mit Mandeln, Granatapfel und Saisongemüse

Dritter Gang: Wolfsbarschfilet mit Mandeln, Granatapfel und Saisongemüse.
Dritter Gang: Wolfsbarschfilet mit Mandeln, Granatapfel und Saisongemüse. © Bernd Wackerbauer

Zart gegart der Wolfsbarsch und auch das Gemüse, schön mit Biss der Blumenkohl, der Brokkoli, die Rüben. Die Granatapfelkerne sind nicht nur ein hübscher Farbklecks, sondern steuern gemeinsam mit den Mandeln einen leicht süßlichen Touch bei. Ein Gang, der jedem Fischliebhaber Freude bereitet. Dazu der Grüne Veltliner "Langenlois" vom Weingut Weszeli, Jahrgang 2021, der neben Kernobst und Orangenzeste auch nach frisch gemähtem Heu, weißem Pfeffer und Kräutern duftet. Im Geschmack ist er wunderbar saftig, mineralisch und vollmundig, und kann so mit dem Fisch mithalten.

Vierter Gang: Entrecôte vom Kalb mit Rosmarin-Röstkartoffeln, Pecorinosauce und Schokoladensplittern

Vierter Gang: Entrecôte vom Kalb mit Rosmarin-Röstkartoffeln, Pecorinosauce und Schokoladensplittern.
Vierter Gang: Entrecôte vom Kalb mit Rosmarin-Röstkartoffeln, Pecorinosauce und Schokoladensplittern. © Bernd Wackerbauer

Wow, diese Pecorinosauce! Beinahe ein kleines Käsefondue findet sich hier auf dem Teller, nur in vornehmer Variante. Toll passen die Schokosplitter, zum Pecorino als auch zum Rind. Ein winterlicher Wohlfühlgang, komplettiert durch die Kartöffelchen. Den Gang begleitet der vier Monate im Holz gereifte spanische Garnacha "Stylo" vom Weingut Agustin Cubero, Jahrgang 2020, der frisch-würzig und mit zarten Noten von Heidelbeer und Vanille mit jedem Schluck die feierliche Schwere des Ganges beschwingt.

Fünfter Gang: Törtchen von weißer Schokolade mit Baileys

Fünfter Gang: Törtchen von weißer Schokolade mit Baileys.
Fünfter Gang: Törtchen von weißer Schokolade mit Baileys. © Bernd Wackerbauer

Das fluffige kleine Gebäckstück auf dem Teller, flankiert von ein paar Beeren, wird übergossen mit dem Sahnelikör. Tipp für Schokoliebhaber: Den Schokoladensplitter ans warme Törtchen betten und so die Schokolade verflüssigen, dann mit dem Törtchen genießen.

Was das Getränk zum Dessert angeht, haben Sie, lieber Gast, die Wahl: Entweder den Rum "Plantation" Barbados 5 Jahre, mit unglaublichen Weichheit dank doppelter Reifung: Er wird in gebrauchte Limousin-Eichenfässer abgefüllt und lagert dann mehrere Jahre in kühlen Kellern im französischen Cognac-Gebiet, was ihm Noten von Marzipan, Nuss und Kumquat einbringt. Oder aber Sie bleiben beim Wein und entscheiden sich für den lieblichen Bacchus vom Weingut Weber an der Nahe, Jahrgang 2021 - kraftvoll und mit dem Duft von Nashi-Birnen.


Ess-Klasse in der Fasanerie, Hartmannshofer Straße 20, ab dem 10. November bis zum 4. Dezember, jeweils Donnerstag bis Sonntag. Reservierung unter dem Stichwort "Ess-Klasse" unter der Telefonnummer 089 / 922 84 600.

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