Ess-Klasse im Mai: MUN Restaurant
Mun Kim bringt den Münchnern die Küche seiner Heimat, die koreanische, auf zwei Arten näher: Einmal im Werksviertel, in dem kleinen Laden "Asia Street by MUN", in dem koreanische Hausmannskost wie am Fließband zur Tür herausgetragen wird, von Lieferanten in ihren bunten Thermotaschen und von der Laufkundschaft, die hier Konzerte besucht, arbeitet oder einfach die besondere Atmosphäre des Areals genießen möchte. Dass die koreanische Küche einen Boom erlebt, macht sich hier besonders bemerkbar.
Und dann kocht Mun Kim noch in seinem ersten Restaurant in der Stadt. Unten in einem Altbau in Haidhausen, der modern eingerichtet ist – schlicht mit asiatischem Touch, ausgeklügeltem Lichtkonzept und an der Wand hängenden Gärten – entführt er seine Gäste hier in eine andere Welt. Laufkundschaft gibt es im Restaurant MUN kaum, Fließbänder ohnehin nicht.
Zwischen Tradition und Moderne: Das Konzept von MUN
Und hier entfaltet Mun Kim sein wahres Ich, seine authentische Küche. Denn eigentlich hat er nicht nur koreanische, sondern auch japanische Wurzeln, hat einen großen Teil seiner Kindheit auf Hawaii verbracht und seine Karriere als Koch – in seinem ersten Leben war er Banker – in Argentinien gestartet, bis ihn ein Münchner Investor, der dort zu Gast war, hier in die Stadt brachte.
Beständig und unaufgeregt feilt Mun Kim hier an seinen Kreationen, entwirft Menüs, die die koreanische Küche in ihrem Facettenreichtum spiegeln und kreiert moderne Variationen der Küche seiner Kindheit. Außerdem präsentiert er, was ein Sushimeister in Kalifornien ihm beigebracht hat, nämlich handwerklich perfektes Sushi. Mit dieser in der Stadt einzigartigen Kombination begeistert er die Münchner schon seit Jahren.
Und insbesondere die Gäste der Ess-Klasse, der Gourmet-Aktion der Abendzeitung mit Rindchens Weinkontor. Vier Wochen lang wird dabei in einem Restaurant ein extra für die Aktion entworfenes Fünf-Gänge-Menü serviert, mit einem Aperitif und einer ausgesuchten Weinbegleitung von Rindchens Weinkontor. Das Menü lässt sich mit dem Stichwort "Ess-Klasse" zum Vorzugspreis von nur 79 Euro direkt beim Restaurant reservieren. Für die Ess-Klasse hat das Restaurant MUN auch sonntags geöffnet: So ist das Menü beispielsweise auch am Muttertag buchbar.
Aperitif
Rindchens Rosé Sekt, Wachenheim – fein perlende Aromen von Kirsche, Zitrusfrucht und zarten Blüten steigen in die Nase, cremiger Schaum weckt Lust auf die kommenden Genüsse.

Erster Gang: Chirashi Sushi: eine Auswahl von Sashimi auf Sushi-Reis
Frei übersetzt bedeutet Chirashi Sushi so viel wie "verstreutes Sushi", und so besteht diese Darreichungsform aus einem Bett aus Sushi-Reis (Mun Kim arbeitete in seiner Ausbildung allein ein Jahr lang daran, die Zubereitungsform zu perfektionieren), auf dem das Sashimi frei drapiert ist. Ein wenig Amaebi-Garnele, Lachs und Thunfisch dürfen nicht fehlen, und natürlich ist auch ein Klecks von Muns Signature Zubereitung des "spicy Tuna" dabei, eine Art leicht scharf angemachtes Tuna-Tatar.
Einfach ein Stück Sashimi aufnehmen, mit Stäbchen oder mit der Gabel, am besten nur den Fisch in die Sojasauce stippen (zu viel Sauce übertüncht den feinen Geschmack des Fisches), Reis dazugeben und das Häppchen verspeisen. Dazu passt der 2024er "Muschelkalk" Müller Thurgau vom Weingut Höfling aus Franken, er begleitet den Sushi-Gang sanft, ohne seinen Geschmack zu übertünchen.

Zweiter Gang: Japanese croquette with silky Oksusu-juk: japanische Croquette mit koreanischem Mais-Porridge
Japanische Kroketten werden aus Kartoffeln hergestellt, diese ist unter anderem mit Erbse und Mais gefüllt, ein wenig Apfel sorgt für einen Twist in der Konsistenz. Die Krokette thront auf einem Spiegel aus koreanischem Mais-Porridge, das eine leichte Süße ins Gericht bringt – Mun Kim kostete es das erste Mal nahe der Grenze zu Nordkorea und war fasziniert. Der Grüne Veltliner "Haiden" vom österreichischen Weingut Pfaffl, Jahrgang 2024, bringt spannende Birne- und Pfirsich-Aromen, einen Hauch Fenchel und viel Schmelz mit ins Spiel.

Dritter Gang: Korean Tempel Course: Tempura-Pilze mit feinen Kartoffelnudeln
Koreanische Mönche sind beim Essen speziellen Regeln unterworfen, was ihre Küche besonders fein und kreativ macht. So ernähren sie sich beispielsweise vegan und verzichten auf Knoblauch, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Schnittlauch und Lauch. Diesen Pflanzen sagt man nach, dass sie den Geist anregen und erhitzen und demnach die Meditation stören könnten. Bei diesem Gang also hat sich Mun Kim von der besonderen Küche der koreanischen Tempel inspirieren lassen: Die Kartoffelnudeln sind mit etwas Gemüse und Sesam verfeinert, dazu zweierlei Pilze, die in der Mönchsküche oft als Fleischersatz verwendet werden, Shiitake und Champignon. Auch zu diesem Gang hat das Weingut Höfling einen passenden Wein im Repertoire: den halbtrockenen Bacchus mit einer perfekten Balance aus zarter Süße und Frische.

Vierter Gang: Ribeye with Ssamjang and Black Rice
Das aus der hohen Rippe des Rinds geschnittene Ribeye-Steak wird hier mit der in Korea gängigen Ssamjang-Würzauce serviert, die unter anderem aus fermentierten Sojabohnen, Chilipaste, Sesamöl, Zwiebeln und Knoblauch besteht. Dazu wird schwarzer Reis serviert, früher den Königshäusern vorbehalten, der einen leicht nussigen Geschmack mitbringt. Im Glas begleitet der Lobuco Blend, Jahrgang 2025, aus der argentinischen Region Mendoza den Gang, der Lobuco ist ein Fabelwesen aus Wolf und Schlange, der Wein ein Blend aus der Rebe Malbec, Syrah und Petit Verdot. Im Duft reife Beeren und weißer Pfeffer, am Gaumen lebhaft und anschmiegsam.

Fünfter Gang: Lemon Cheesecake with Strawberry Sauce
Hier wird es sehr international, denn wo wird ein feiner Zitronen-Cheesecake mit zweierlei von der Erdbeere nicht gerne gegessen? Darüber ein wenig Mandel-Crunch und dazu der "Bel Piano" Moscato d’Asti aus dem Piemont mit üppiger und frischer Süße, und das Menü findet zu seinem hervorragenden Schlusspunkt.
Wir wünschen einen guten Appetit!
MUN Restaurant, Innere Wiener Straße 18, Ess-Klasse vom 5. bis 31. Mai, Reservierung mit dem Stichwort "Ess-Klasse" unter der 089/62 80 95 20 oder hier.
