"Ela Re": Das neue Griechenland

Es gibt mehr als Gyros und Ouzo. Die AZ hat im „Ela Re“ an der Schwanthalerhöhe auch kein Souvlaki bestellt. Hier der Testbericht.
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Westend - Die Ouzeria & Taverna in der Gollierstraße gefällt gleich beim Eintreten. Kleine Tische, große runde Lampen und ein offener Kamin sorgen für ein angenehm modernes Ambiente. Keine Bilder der Akropolis, kein Kitsch, kein Tand – schön und einladend kommt sie daher, die neue griechische Gastlichkeit. In der Mitte des großzügigen Lokals werden fangfrische Fische präsentiert, die aussehen, als hätten sie vor kurzem noch in der Ägäis geschwommen.

Der Service ist freundlich und zuvorkommend, die Karte bietet neben den tagesaktuellen Fischgerichten eine reichhaltige Auswahl aus neuer und gewohnter griechischer Küche.

Die Wahl der Vorspeise fällt auf Florinis, gegrillte Paprika mit einer cremigen Füllung aus Fetamousse und karamellisierten Zwiebeln (6,90 Euro) und einer Vorspeisenvariation für 10,50 Euro. Ein Besuch eines Griechen ohne Pita-Brot mit Knoblauch (1,70 Euro) ist undenkbar und auch der ideale Begleiter für die Vorspeise. Die Florinis begeistern durch die Kombination aus leichter Füllung und dem Grill-Aroma. In Sachen Geschmack steht dem der üppige Vorspeisenteller in nichts nach. Die Highlights: zart frittierte Babycalamari und marinierte Sardinenfilets.

Zum Hauptgang wird die Grillplatte „Ela Re“ mit Gyros, Lammkotelette, Hähnchenbrust, Tzatziki und Pommes für 15 Euro und ein Duett vom Wolfsbarsch und Dorade auf Rote Beete und Babyspinat (19,50 Euro) serviert. Dazu kommt ein frischer Savantino (0,2l für 5,90 Euro) und ein Helles für 3,50 Euro. Das Fleisch des Grilltellers ist überragend zart, das Lamm ein Gedicht und das Aroma der Dorfwurst, die sich wohl versehentlich auf den Teller verirrt hatte, angenehm würzig.

Die Filets von Wolfsbarch und Dorade sind perfekt gebraten und würden auch jenen schmecken, die sich sonst eher nicht an Fisch wagen. Die Kombination aus Rote Beete und Babyspinat ist außergewöhnlich und im Zusammenspiel mit dem Estragon-Joghurt-Dip eine kleine Sensation.

Zum Abschluss und Verdauen darf natürlich ein Ouzo nicht fehlen (Jivaeri 2cl 2 Euro). Der süße Höhepunkt ist das Dessert Kataeifi. Vanilleeis in einer knusprigen Hülle aus Mandel mit Himbeersoße für 4,90 Euro. Wer dachte, griechische Desserts müssen pappsüß sein, täuscht sich. Ebenso alle, die bei griechischer Küche nur Zwiebeln, Souvlaki und allerlei Schwerverdauliches denken. Es geht anders.

Das Ela Re ist dafür das beste Beispiel: moderne griechische Küche, die durch Geschmack und Einfallsreichtum besticht.

Infos zum Lokal

Gollierstraße 38
Tel.: 089 50 70 50
Web: ela-re.gr
Mo - Fr: 11.30 - 1 Uhr
Sa, So: 10 - 1 Uhr

 

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