Ein Leben für den Wein

Tagsüber findet man Antonio Rovecchio in der Weinhandlung Mezzodi. Und abends jetzt in der Weinbar Mezzanotte.
| Florian Zick
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Unweit von seiner Weinhandlung in Haihausen hat Antonio Rovecchio nun auch eine Weinbar aufgemacht, das Mezzanotte in der Kellerstraße.
Katharina Alt Unweit von seiner Weinhandlung in Haihausen hat Antonio Rovecchio nun auch eine Weinbar aufgemacht, das Mezzanotte in der Kellerstraße.

Tagsüber findet man Antonio Rovecchio in der Weinhandlung Mezzodi. Und abends jetzt in der Weinbar Mezzanotte.

Auf den Tag folgt die Nacht. Und weil das so logisch ist, hat Antonio Rovecchio nach dem Mezzodi jetzt das Mezzanotte aufgemacht, nach einer Tagesbar jetzt also eine Weinbar.

Zwei Lokale – das für sich bedeutet schon eine Menge Arbeit. Aber Rovecchio hat auch noch vier Kinder, das jüngste gerade mal ein paar Wochen alt. Da ist man wirklich rund um die Uhr beschäftigt. Mehr als drei bis vier Stunden Ruhe in der Nacht findet Rovecchio derzeit nicht. „Aber ein Langschläfer war ich ohnehin noch nie“, sagt der 49-Jährige.

Nun kümmert sich Rovecchio also um zwei Babys gleichzeitig: Das eine, das er mit seiner Frau zusammen hat. Und das andere, das er vor gut zwei Wochen in der Kellerstraße aufgemacht hat. Man darf das Mezzanotte durchaus als sein Baby bezeichnen, denn der sympathische Italiener hat schon sein ganzes Leben lang mit Wein zu tun – und eine eigene Weinbar, das war immer sein Traum.

Aufgewachsen ist Rovecchio in San Gimignano, einer Kleinstadt in der Toskana. Seine Eltern betrieben dort einen Hof mit Weinberg. Auch eine kleine Weinbar hatte die Familie einmal, aber der Vater war es irgendwann leid, immer bis zwei, drei Uhr nachts hinter dem Tresen zu stehen. Er gab das Lokal auf die Erfüllung des Traums musste verschoben werden.
 
Nun hat Rovecchio seine Weinbar – und bewirtet seine Gäste dort trotz Doppelbelastung mit der unfassbaren Ruhe eines Mannes, der es gewohnt ist, 20 Stunden am Tag für andere da zu sein.
 
Rovecchio hat den Schwerpunkt auf Weine aus der Toskana gesetzt. Einer seiner Lieblingsweine ist der Tenuta Le Calcinaie aus seiner Heimatstadt (4,80 Euro). Von dem kann man gut und gerne auch ein paar Gläser mehr trinken. Und damit man davon am nächsten Tag nichts spürt, bietet Rovecchio auch ein paar kleine Speisen an, zum Beispiel die Polpotte di Mama, italienische Fleischpflanzerl (5,90 Euro), oder Salsiccia-Ravioli (8,50 Euro).
 
Auch sechs Hugo- und sieben Spritz-Variationen stehen auf der Karte (4,90-6,50 Euro), für Leute, die Wein allein nicht so gerne mögen. Aber Rovecchio hat sich fast sein ganzes Leben mit Wein beschäftigt. Wäre ja gelacht, wenn er da nicht für jeden den richtigen Wein fände.

Kellerstraße 29, Di. bis Do. 18-1 Uhr, Fr. und Sa. 18-3 Uhr, www.mezzanotte.de.com , Tel.: 99 94 82 96
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