Cucurucu: Boheme am Bahnhof

Die Veranstalter der Hauskonzerte haben jetzt eine Künstlerbar und wollen einen Bauwagen aufstellen.
| Jasmin Menrad
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Peter Pazmandi mit seinem Lieblingsdrink Michito, der nach einem Barkeeper benannt ist.
min Peter Pazmandi mit seinem Lieblingsdrink Michito, der nach einem Barkeeper benannt ist.

Maxvorstadt - Die Bohème der Stadt soll sich im Cucurucu treffen. Was klingt wie ein frommer Wunsch, wird funktionieren. Das weiß, wer Peter Pazmandi und Tobias Tzschaschel kennt – und die Barbetreiber und Konzertveranstalter kennen viele Leute.

Seit Jahren machen sie mit Stefan Zinsmacher die Hauskonzert-Reihe an allen möglichen und unmöglichen Orten. Pazmandi (37) stand acht Jahre im Nage und Sauge hinter dem Tresen. Hinterm Tresen vom Cucurucu steht beim AZ-Besuch Janis, Schlagzeuger der Bluesrocker Whiskey Foundation. Er wird die Musik des Abends bestimmen, die natürlich ein Plattenspieler abspielt.

"Wer hier arbeitet, muss einen interessanten Musikgeschmack haben", sagt Pazmandi. Das Beste aus den 80ern, 90ern und die Hits von heute werden nicht gespielt. Sondern Musik zum Entdecken, bei der die Gäste zur Bar laufen, um zu sehen, was aufgelegt wird.

Wo Kreative zusammenkommen

"Natürlich ist das hier eine Bar. Aber die Bar soll nur die Grundlage sein für einen Ort, wo Kreative zusammenkommen", sagt Pazmandi. Zwei Mal im Monat dürfen sie Konzerte machen. Das wollen sie ausreizen. "Einmal im Monat wollen wir viele verschiedene Musiker einladen, die ein, zwei Songs oder Ideen präsentieren", sagt Pazmandi, während er einen Michito (8,50 Euro) shaked. Diese Mochito-Abwandlung mit Wodka hat er aus dem Nage mitgebracht.Jetzt, wo es Sommer wird, ist der Minzdrink sein Favorit in seiner Bar.

Noch hat das Cucurucu nur am Abend offen. Doch bald wollen sie am Nachmittag aufmachen und auf der großen Sonnenterrasse unter dem Ahorn Cappuccino (2,40 Euro) der Rösterei Emilo und Gebäck von der Bäckerei Alof anbieten. In naher Zukunft wollen sie schon um 7 Uhr in der Früh einen alten Bauwagen aufsperren: Da gibt’s Kleinigkeiten für die Vorbeihastenden.

Am Abend soll keiner mehr hetzen, sondern ein Helles (2,70 Euro) trinken und über Musik quatschen. Oder über die Schaukästen draußen, die wechselnde Künstler gestalten. Oder wie cool das Bahnhofsviertel ist.


Elisenstr. 5, Mo. bis Do. 17 bis 1 Uhr, Fr. & Sa. 17 bis 3 Uhr

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