Crepes vom Schaffner

Das Tram Café (ursrpünglich in der Leopoldtraße) ist in die Wredestraße umgezogen. Dort werden Crepes in einer nostalgischen Straßenbahn zubereitet.
| Florian Zick
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Das Tram Café (ursrpünglich in der Leopoldtraße) ist in die Wredestraße umgezogen. Dort werden Crêpes in einer nostalgischen Straßenbahn zubereitet.

Eine Straßenbahn, die mit  Pfannkuchenteig betrieben wird: Das Tram Café ist in die Wredestraße umgezogen. Die AZ sich hat das originelle Café angeschaut, als es noch in der Leopoldstraße ansässig war:

Die Crêpes-Tram hat schon zu verschiedenen Anlässen in München haltgemacht: An Weihnachten vor dem P1, an Fasching am Stachus oder beim Stadtgründungsfest auf dem Rindermarkt. Seit einem Jahr ist sie unterwegs. Doch nun hat sie einen festen Standort gefunden: Leopoldstraße 30, direkt vor einem Bürogebäude.

So richtig münchnerisch sieht die Crêpes-Tram nicht aus. Sie ist nicht weiß und blau wie die anderen. Optisch ähnelt sie mehr einer alten Straßenbahn aus San Francisco. Aber auch mit dieser Vermutung liegt man ziemlich weit daneben.

Wer die ganze Geschichte erfahren will, muss Marco Lucarelli, Paolo Montanari oder Monir Shannik fragen. Die drei kennen sich aus Schulzeiten. In der fünften Klasse sind sie sich erstmals begegnet, haben sich schnell angefreundet und sind, seitdem es ihnen die elterliche Sorge erlaubt, oft gemeinsam in den Urlaub gefahren. Auf Korfu haben sie dann diese Tram entdeckt, einen nostalgischen Nachbau, in dem ein einheimischer Inselbewohner die ganze Nacht Crêpes verkaufte. „Da dachten wir”, sagt Montanari, „so etwas brauchen wir in München auch”.

Einen Sommer lang haben sich die drei auf Korfu in die Kunst des Crêpes-Machens einweisen lassen, quasi als Küchenpraktikanten. Eine Tram haben sie nach dem griechischen Vorbild auch gleich zusammengeschweißt. Dann konnte es auch in München losgehen.

Die Crêpes im Tram Café, so der offizielle Name des Stands, sind ähnlich ausgefallen, wie das Konzept selbst. Ein paar abgewandelte Klassiker gibt es zwar schon, aber „Zimt & Zucker” sucht man auf der Karte vergebens. Stattdessen stehen dort einige herzhafte Crêpes zur Auswahl (3,70 bis 8,60 Euro), sogar welche mit Pfeffersteak oder Scampi. Und auch süße Varianten gibt es selbstverständlich (3,30 bis 5,90 Euro).

An Freitagen und Samstagen hat das Tram Café bis spät in die Nacht geöffnet. Bei Clubmusik wird der Stand dann zur Party-Straßenbahn.

Wredestraße 10, täglich 8-22 Uhr, Sa. 17-2 Uhr, www.tramcafe.de, Tel. 0172 / 78 88 716

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