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Nach fast 20 Jahren schließt beliebtes Lokal in Schwabing: Nachfolger steht bereits fest

Nach 20 Jahren schließt das Le Florida in Schwabing. Für ein Jahr wollen die Betreiber in den Räumlichkeiten aber mit einem Pop-up-Konzept weiter machen. Das neue "Georg's" soll Wein in den Fokus rücken und man will es ruhiger angehen lassen.
Niclas Vaccalluzzo
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Niklas Hacker ( v.l.), Thomas Schleich, Julius Bruner, Alex Brenner und Vincent Bienmüller vom neuen Wein-Pop-up Georg's.
Niklas Hacker ( v.l.), Thomas Schleich, Julius Bruner, Alex Brenner und Vincent Bienmüller vom neuen Wein-Pop-up Georg's. © Daniel Loeper

Nach rund 20 Jahren ist das Le Florida in der Schwabinger Georgenstraße Geschichte – zumindest konzeptionell. Den Betreibern der letzten zehn Jahre, Philip Schlick und Niklas Hacker, wurde der Mietvertrag gekündigt. Für das letzte Jahr in dem Lokal haben sie sich etwas Neues überlegt – und den Gastronomen Alex Brenner ins Boot geholt. Aus dem Le Florida wird fortan das Georg's.

Alex Brenner feiert in den letzten Monaten vor allem mit mehreren Pop-up-Lokalen (Kneipe 80, Roland's Eck) Erfolge, die er unter der Führung von Marc Uebelherr (u. a. Schreiberei) betreibt. Uebelherr ist im Le Florida nicht beteiligt. Brenner unterstützt die bisherigen Betreiber lediglich beim neuen Pop-up-Konzept.

Aus dem Le Florida wird nach 20 Jahren ein Pop-up-Weinlokal

Das Georg's soll zu einem Weinlokal werden, kündigt Brenner an. Man wolle auch einen Gegenpol zu den inzwischen unzähligen Stehausschänken in der Stadt schaffen. "Ich fand es spannender, das Thema Wein in den Fokus zu stellen", sagt der junge Gastronom. Als positives Beispiel nennt Brenner die Max & Moritz Weinbar am Viktualienmarkt.

Hippe Weinbars, vor denen die Leute in der Sonne stehen und ihr Glas genießen, gibt es in der Stadt noch einige. Das Georg's will einen etwas anderen Weg gehen: Die Flasche Wein soll erschwinglich bleiben, verspricht Brenner. Ein Glas gebe es ab fünf und die Flasche ab 19 Euro. Auch Speisen wird es in dem Lokal weiterhin geben.

Mietvertrag läuft in einem Jahr aus: "Wollen restliche Zeit gut nutzen"

"Wir wollen die restliche Zeit noch einmal gut nutzen", erklärt Niklas Hacker die Entscheidung. Die Gastronomie habe es in diesem Jahr schwer, die Umsätze gingen zurück. Kürzlich habe das Le Florida sein zehnjähriges Bestehen (unter den bisherigen Betreibern) gefeiert – mit diesem schönen Gefühl wolle man dieses Kapitel abschließen, sagt Hacker, der auch das Marie-Therese Gasthaus an der Theresienwiese betreibt.

Die Stammgäste würden sich auf das neue Konzept freuen. Auch das Team bleibt erhalten. Als die AZ am Donnerstagmittag in dem Lokal vorbeischaut, steht alles noch etwas auf dem Kopf. Für die Eröffnung werden die Räumlichkeiten noch umgebaut.

Lärm durch Pop-up? "Kein Ärger mit den Nachbarn"

Im Le Florida sei zu seinen besten Zeiten viel los gewesen, sagt Hacker. Deshalb sei Lärm für die Betreiber ein Punkt, den man besonders im Blick habe. "Uns ist sehr daran gelegen, dass wir keinen Ärger mit den Nachbarn bekommen", betont der Gastronom.

Erfahrungsgemäß sorgen Pop-up-Lokale neben frischen Konzepten auch für Aufsehen in der Stadt. Die Lokale ziehen in kurzer Zeit meist sehr viele Menschen an – das kann zu vollen Gehsteigen und Lärmbeschwerden führen.

Man wolle mit sogenannten "Silencern" arbeiten, die vor dem Lokal für Ruhe sorgen. Das Konzept der neuen Weinbar sorge aber ohnehin nicht dafür, dass die Leute auf den Tischen tanzen, so Hacker. Das Pop-up startet mit einem "Soft Opening" am 28. November um 16 Uhr.

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