Eintritt für die Wiesn? Scharpf hat klare Meinung

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Jedes Jahr wird das Bier auf der Wiesn in München teurer. Können Eintrittspreise für das Oktoberfest dagegen helfen? Der Wiesn-Chef hat da eine klare Meinung.
AZ/dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
5  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Wiesn-Chef Scharpf sagt: Das Oktoberfest sei kein Freizeitpark. (Archivbild)
Wiesn-Chef Scharpf sagt: Das Oktoberfest sei kein Freizeitpark. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) erteilt der Idee, Oktoberfestbesucher Eintritt zahlen zu lassen, eine klare Absage. "Das Oktoberfest ist ein Volksfest und kein Freizeitpark", sagte der Wirtschaftsreferent der Stadt München der Deutschen Presse-Agentur. "Ein Eintritt passt überhaupt nicht zum Volksfestcharakter der Wiesn und kommt nicht in Frage."

Bayerns Bierbrauerpräsident Georg Schneider hatte die Idee, Eintrittspreise für das Münchner Oktoberfest einzuführen, angesichts der stetig steigenden Bierpreise ins Spiel gebracht. "Bei einer Veranstaltung wie dem Oktoberfest sollte man darüber nachdenken, Eintritt zu verlangen", sagte der Präsident des Bayerischen Brauerbundes der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). "Bei Veranstaltungen wie dem Oktoberfest müssen wir darüber nachdenken, ob Bier die Haupt-Kalkulationsgrundlage für alle Kosten sein kann."

Scharpf kann diesem Vorschlag nichts abgewinnen. "Die Wiesn ist für jeden und jede da, nicht nur für die, die sich einen teuren Eintritt leisten können", sagte er der dpa. "Die Gäste, die nur durchschlendern und die Atmosphäre genießen wollen, sind genauso willkommen wie die, die in den Bierzelten feiern oder sich in einem Fahrgeschäft vergnügen wollen."

Was kostet die Maß heuer? 

Das Münchner Oktoberfest gilt mit mehr als sechs Millionen Besuchern pro Jahr als das größte Volksfest der Welt, der Eintritt auf das Festgelände ist frei, nur die Oide Wiesn, der Teil, auf dem das Volksfest besonders traditionell ist, kostet Eintritt. 

Das Bier auf der Wiesn wird jedes Jahr teurer: Zwischen 14,50 und 15,80 Euro kostete die Maß 2025 auf dem Oktoberfest. Das waren im Schnitt 3,52 Prozent mehr als 2024. Damals kostete der Liter noch zwischen 13,60 und 15,30 Euro. 

Die Stadt überprüft als Veranstalter des Oktoberfestes, ob die von den Wirten kalkulierten Preise angemessen sind. Wie teuer die Maß in diesem Jahr wird, ist noch nicht bekannt.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Mobilitätsfreund vor 15 Minuten / Bewertung:

    Tja, dann müssen die Lifestyl-Bierzelte eben Eintritt verlangen, denn deren Besucher machen oft kostenpflichtige Probleme im Stadtbild. Und dies oft sogar vor dem Bierzeltbesuch.
    Was kommt als nächste Forderung der csu Wirte? 0% MwSt., bei 19% Bierpreissteigerung und bei Bierzeltspeisen?
    Ein Oktoberfest-Solidarcent i.H.v. 1€ über den Bundeshaushalt.
    Ich denke, der CDU Wirtschaftslobbyrat hätte da nichts dagegen.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Löwe_2 vor einer Stunde / Bewertung:

    "Volksfestcharakter", dass ich nicht lache. Massenbesäufnis, nichts anderes.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • 1Muenchner vor einer Stunde / Bewertung:

    Eintritt passt tatsächlich nicht zur Wiesn. Wenn ein Wirt meint, dass die Wiesn nicht mehr finanzierbar wäre kann er sich ja zurück ziehen ;-)

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.