Eine zündende Liebe

Hier erzählt ein bekannter Münchner von seinem Wochenende. Heute: der Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow, der gerne an seinem alten Roller herumschraubt.
| Ferdinand Schmidt-Modrow
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Hier erzählt ein bekannter Münchner von seinem Wochenende. Heute: der Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow.

Ein Wochenende in meinem geliebten München nutze ich zum Beispiel, um an meinem Zündapp-Roller zu schrauben. Man muss bei diesen Oldtimern (meiner ist Baujahr ’68) immer wieder etwas reparieren, aber solche Tüfteleien machen mir unheimlichen Spaß. Und wenn der Roller läuft, ist er wirklich einzigartig für kurze Sommerausflüge an den See.

Jetzt freue ich mich aber erstmal aufs Münchner Filmfest Ende Juni. Das gibt mir die Gelegenheit, viele tolle, neue, unbekannte Filme zu sehen–letztes Jahr habe ich in einer Woche 18 geschafft.

Ansonsten gehe ich gerne ins Neue Arena im Glockenbachviertel oder ins Monopol am Nordbad. Das sind beide schnuckelige Kinos mit tollem, innovativem Programm. Überhaupt bin ich ein echter Cineast. Ein verregnetes Wochenende fülle ich auch mal mit exzessiven Filmabenden.

Wenn es trocken ist, treffe ich mich gern mit ein paar Freunden zum Fußballspielen an der Wittelsbacher Brücke. Da stehen unten in den Isarauen zwei Tore. Und seit Ewigkeiten will ich mich mit meinem Bruder auch zum Bouldern in Thalkirchen verabreden. Bitte nicht fragen, warum wir das bis heute nicht geschafft haben.

Immer ein besonderes Ereignis sind die Wohnzimmerkonzerte in meiner Sechser-WG. Da laden wir immer eine befreundete Band ein, die dann unplugged vor gut 60 Leuten spielt. Zuletzt waren Ginger Redcliff da, die Band von meiner Schauspiel-Kollegin Hanna Plaß, und Poem, sehr schöne, gefühlvolle Musik von Sascha Fersch, einem guten Kumpel von mir. Da wir auf 200 Quadratmetern direkt über einem Supermarkt wohnen, drängt sich natürlich auch die eine oder andere WG-Party auf: keine Nachbarn und das Bier gleich im Haus.

Selbst Musik zu machen, gehört auch zu meinen großen Leidenschaften. Da ich in meiner Kindheit sechs Jahre lang klassischen Klavier-Unterricht hatte und auch Gitarre spiele, hat mich die Musik schon immer begleitet, aber man nimmt sich so selten Zeit dafür. Deswegen gibt’s jetzt hin und wieder eine Jam-Session mit einem guten Freund.
In meine Heimatstadt Schrobenhausen komme ich leider viel zu selten, allerdings habe ich mir fest vorgenommen, zum traditionellen Stadtfest nächstes Wochenende zu fahren.

An Wochenend-Nachmittagen gehe ich oft auf einen Cappuccino ins Café Unopiú am Goetheplatz. Da kann man auch gut lesen oder Texte lernen. Und den Cord Club werde ich demnächst auch mal wieder besuchen, den gibt es ja nach einer kleinen Pause endlich wieder. Ich hoffe, sie veranstalten dort noch die Swing-Abende, legendär! Fast so legendär wie die Schauspiel-Stammtische im Reitmor3 im Lehel, wo wir alle in bierseliger Laune übers Geschäft plaudern.

Zudem mache ich gerade ein bisschen Promoarbeit für einen Kinderfilm von Steffen Zacke, der momentan im Kino läuft: „Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchen vorkommen wollte.” Ich habe da den Prinz Pfauenherz gespielt. Der Film ist sehr schön geworden, finde ich, und ein echter Familientipp für diesen ohnehin etwas verregneten Sommer.

Zum Schluss muss ich jetzt noch eine Lanze für die Fraunhofer Schoppenstube brechen. Da haben einige sehr schöne Abende begonnen und auch geendet. Ich habe deshalb auch bei diesem Rettungs-Singen für die Gerti mitgemacht, die Wirtin. Mein Text in dem Video war: „...und schick renoviert gibt’s mehr Geld für das Haus”. Es ist wirklich schade dass sie jetzt raus muss. Aber auch das ist eben München.

Protokoll: Florian Zick

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