"Eine Frage der Gerechtigkeit": Darum will die SPD neue Regeln für Parklizenz-Gebiete

Die Suche nach einem Parkplatz kann in München unter Umständen länger dauern als die Fahrt. Besonders schwierig kann es werden, wenn Stellplätze wegen Baustellen wegfallen. Denn der Anwohnerparkausweis gilt schließlich nur auf einer begrenzten Fläche.
Die SPD im Münchner Stadtrat fordert nun diese Begrenzung aufzuheben, wenn sich abzeichnet, dass in dem Parklizenzgebiet besonders viele Baustellen kommen. Dann soll es möglich werden, für diesen Zeitraum auch in benachbarten Lizenzgebieten zu parken.
"Wir müssen Wohnungen bauen, Tramgleise verlegen und die Infrastruktur instandhalten – das ist klar. Wenn dabei Menschen wochenlang ihre Parkplätze verlieren, ist es für mich eine Frage der Gerechtigkeit, dass man zusammenhält und sich die verbliebenen Stellplätze teilt", sagt SPD-Stadtrat Roland Hefter, der den Antrag verfasst hat.

Darin heißt es, dass die Ausnahmeregelung vor allem bei städtischen Baustellen gelten soll: Wenn die Stadt den ÖPNV ausbaut, Radwege schafft, Fernwärme verlegt oder Straßen umbaut, um den Verkehr zu beruhigen.
Für den Zeitraum der Baustelle die strikten Grenzen der Parklizenzgebiete aufzuheben, erhöhe "die Akzeptanz städtischer Infrastrukturprojekte", "vermeidet unnötigen Parksuchverkehr" und "stellt eine pragmatische und unbürokratische Übergangslösung dar", schreibt die SPD.