Einbrecher machen sich Lasagne und Wurstbrote

Zwei Einbrüche in Kindergärten. Jedes Mal hatte der Täter ordentlich Kohldampf.
| Ralph Hub
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Bei zwei Einbrüchen in Kindergärten machten sich die Täter was zu essen.
Claus Zettl Bei zwei Einbrüchen in Kindergärten machten sich die Täter was zu essen.

München - Das verbindende Motiv für die beiden Einbrüche im Norden von München scheint Hunger gewesen zu sein. Die Kripo ermittelt.  Zuletzt stieg ein Unbekannter in der Nacht auf Dienstag in einen Kindergarten im Bichlhofweg in Oberföhring ein. Er schlug mit einem Stein ein Fenster ein und durchsuchte dann die Räume. Der Täter brach eine Geldkassette auf, die er leerräumte.

Dann machte er Pause. In der Küche fand er im Gefrierfach eine Packung Lasagne und Chicken Nuggets. Beides bereitete er sich zu und verputzte seine Mahlzeit gleich am Tatort. Entdeckt wurde der Einbruch am Dienstagmorgen. Die Kripo und die Spurensicherung rückten an. Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Nachbarschaft. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, kann sich beim Kommissariat K 52 melden.

Täter ließ Geschirr mit DNS-Spuren zurück

Doch auch so stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Ermittler den Täter überführen könnten. Denn nach dem Essen hat der Täter Geschirr zurückgelassen. Sofern er sich nicht die Mühe gemacht hat, alles ordentlich abzuspülen, müsste sich an Besteck und Tellern noch die DNS des Täters befinden.

In einen weiteren Kindergarten im Münchner Norden wurde am Wochenende eingebrochen. Er liegt Am Mühlbach in Garching. Auch hier versuchte der Täter zunächst, einen Tresor zu knacken, scheiterte aber.

Zweiter Einbruch: Täter schmiert sich Wurstbrote

Wie in Oberföhring stöberte der Einbrecher in der Küche herum. Im Kühlschrank fand er einige Lebensmittel. Er schmierte sich Wurstbrote. Als er satt war, verschwand er wieder. Vermutlich hat der Täter in diesem Kindergarten ebenfalls seine DNS hinterlassen. Die Spurensicherung suchte alles nach verwertbaren Rückständen ab.

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Die Polizei prüft, ob zwischen den beiden Einbrüchen eine Verbindung besteht. Beide Tatorte liegen nicht weit voneinander entfernt. Kindergärten haben sich zu regelrechten Hotspots entwickelt. Im vergangenen Jahr wurde im Stadtgebiet über 100 Einbrüche verübt. Meist lag der Sachschaden an den Gebäuden weit über dem Beuteschaden. "Kindergärten sind meist nicht sonderlich gut gesichert", sagt ein Polizeisprecher, "das erleichtert es den Tätern."

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