Ein grüner Tunnel für Ramsauer

München und Ramsauer – die beiden verbindet aktuell ein Stichwort: Tunnel! Jetzt interessiert er sich für die Idee eines Tunnels unter dem Englischen Garten.
| Willi Bock
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Die Schwabinger Architekten Petra Lejeune und Herrmann Grub.
Die Schwabinger Architekten Petra Lejeune und Herrmann Grub.

München und Ramsauer – die beiden verbindet aktuell ein Stichwort: Tunnel! Jetzt interessiert er sich für die Idee eines Tunnels unter dem Englischen Garten.

München -
Klar: Die zweite Stammstrecke, für die er als Bundesverkehrsminister nicht die Milliarde locker machen will, die alle vom Bund erwartet haben. Jetzt interessiert er sich aber für die Idee eines Tunnels unter dem Englischen Garten. Am 18. November will er sich das auf 60 Millionen Euro (plus Mehrwertsteuer) geschätzte Projekt vor Ort von den beiden Erfindern erklären lassen: den Schwabinger Architekten Hermann Grub und Petra Lejeune.

Die Idee eines Tunnels für den überlasteten Isarring bekommt damit immer mehr prominente Unterstützung: Im Stadtrat wird das Projekt gelobt, Bayerns (Noch-)Finanzminister Georg Fahrenschon und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) wollen ihn mit mindestens neun Millionen Euro unterstützen.

Im März konnten Hermann Grub und Petra Lejeune ihre Idee im Bundesverkehrsministerium vorstellen. Das hatte der Münchner Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer (CSU) vermittelt. Dort wurde geprüft, ob der Garten-Tunnel ein „Modellvorhaben der Raumordnung“ werden könne. Dafür gäbe es Geld aus Extratöpfen der Bundesregierung. „Ich hoffe, dass Ramsauer dann seine Taschen öffnet“, meint Hermann Grub.

Wenn das liebe Geld nicht wäre. Die beiden Architekten wollen mit der Allianz Umweltstiftung auch den Münchnern und Firmen die Möglichkeit geben, für den Tunnel zu stiften. Derzeit wird an einem Konzept gearbeitet. Bisher haben sie die Stiftung „Ein Englischer Garten“ gegründet, die geöffnet werden soll.

Die private Tunnel-Initiative hat Konkurrenz: Bis Ende 2012 sollen Machbarkeitsstudien für Tunnel oder Lärmschutz an der Landshuter Alle und der Tegernseer Landstraße fertig sein. Die hat der Stadtrat im Juni bestellt. Die Studie für den Isarring hat das Büro Obermeier für die beiden Architekten bereits erstellt. In welcher Reihenfolge gebaut wird, muss der Stadtrat entscheiden.

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