Doch nicht unter 50: Was war der Grund für die fehlerhafte München-Inzidenz?

Am Dienstag lag die Inzidenz in München kurzzeitig unter dem Grenzwert von 50. Wenig später stellte sich heraus, dass es einen Übermittlungsfehler gab. Das sagen Gesundheitsreferat und Robert Koch-Institut zum Vorfall.
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Die Inzidenz in München befindet sich derzeit knapp über 50.
Die Inzidenz in München befindet sich derzeit knapp über 50. © imago images/Fotostand

München - Die Münchner hatten am Dienstagmorgen beim Blick auf die Corona-Zahlen nur kurz Grund zur Freude: Zunächst gab das Robert Koch-Institut (RKI) nämlich erstmals seit Wochen wieder eine Sieben-Tages-Inzidenz von unter 50 an. Der Wert lag bei 46,2. Bei einer dauerhaften Inzidenz von unter 50 würde es weitere Lockerungen geben.

Doch nur wenig später korrigierte das RKI den Wert nach oben – die Inzidenz in der bayerischen Landeshauptstadt liegt nun bei 53,8 und damit weiter über dem nächsten Schwellenwert.

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Grund für die verschiedenen Inzidenzwerte dürfte ein Übermittlungsfehler gewesen sein. Das Münchner Gesundheitsreferat konnte auf AZ-Nachfrage nicht sagen, weshalb es zum Fehler kam. Stattdessen verwies die Behörde direkt an das Robert Koch-Institut. Das teilte bereits am Vormittag mit, dass die Tabelle mit den Inzidenzwerten fehlerhaft war. Ein konkreter Grund wurde allerdings nicht genannt.

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War ein RKI-Update die Fehlerursache?

Einen solchen konnte das RKI auch auf AZ-Nachfrage nicht nennen. Einer Sprecherin zufolge sei es beim Übertragen der Daten in die Tabelle möglicherweise zu einem Fehler gekommen. Nachdem diese nochmals ausgetauscht worden war, waren die Fehler bereinigt. Auch ein Update als Fehlerursache wurde seitens des RKI nicht ausgeschlossen.

Bereits Mitte April war es zu einer Datenpanne bei den Münchner Corona-Zahlen gekommen. Das RKI hatte am 10. April einen Wert von 94,4 angegeben, das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wies hingegen eine Inzidenz von 116,4 aus.

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