Dieser Zettel macht wütend: Münchnerin schießt gegen "Isar-Tour"

Eigentlich wollten sie ihrer Freundin Esa ein paar liebe Zeilen hinterlassen - die hatte an der Isar eine Geburtstagsfeier geschmissen. Womit die Freunde wohl nicht gerechnet haben: Ihr Geburtstagsgruß sorgt in München für Ärger.
| Linda Vogt
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Die einen freuen sich auf die nächste "Isar-Tour", anderen kommt bei dem Gedanken der pure Horror. Eine typische Münchner Gschicht.
Screenshot Facebook Die einen freuen sich auf die nächste "Isar-Tour", anderen kommt bei dem Gedanken der pure Horror. Eine typische Münchner Gschicht.

München - Sommerliche Temperaturen haben auch ihre Schattenseiten. Gerade in München, wo etliche Großstädter aus beengten Wohnungen zeitgleich auf die paar lauschigen Fleckchen Natur drängen. Nur ist die Idylle dann leider passé.

Einer dieser Hotspots: Klar, das Isarufer. Rücksichtlose Feierwütige annektieren die schönsten Plätze rund um den Fluss. Ohne ans Morgen zu denken lassen manche geleerte Flaschen, Verpackungen und Essensreste einfach zurück - zum Frust der übrigen Bewohner dieser Stadt.

Auch diese Münchnerin ist wütend. Statt anonym zurückgelassenen Müll findet sie auf ihrem Spaziergang von Wittelsbacher- zu Reichenbachbrücke am Sonntag aber auch einen Geburtstagsgruß an eine gewisse Esa.

Die Geburtstagsgrüße - glücklicherweise mit Signaturen. Quelle: Screenshot Facebook

Der Zettel liefert der Münchnerin endlich einmal Anprechpartner, um den ganzen angestauten Frust loszuwerden. Marisa hat eine klare Botschaft an die Saubären. 

"Liebste Esa, liebster Moritz, liebste Laura, liebster Vale, liebster Pippo, liebster Jojo", spricht sie die Patytruppe auf Facebook an, "leider muss ich Euch sagen, dass ich mich nicht mega auf Eure nächste Isar-Tour freue." Der nun folgenden Begründung können wohl viele Münchner zustimmen:

"Als ich eben zwischen Wittelsbacher- und Reichenbachbrücke unterwegs war, habe ich gesehen, was Ihr nach Eurer Party gestern hinterlassen habt.

In einem Radius von über fünf Metern verstreut lagen unter anderem Weinflaschen, Plastikbecher und Verpackungen von Süßigkeiten und anderen Lebensmitteln. Und in der Mitte: diese Karte.

Zum Glück habt ihr auch den Karton, in dem Ihr die Flaschen transportiert habt, liegengelassen. Das hat mir die Aufräumarbeit leichter gemacht und ich musste ein paar Mal weniger oft laufen. Auch muss ich Euch zugutehalten, dass Ihr, im Gegensatz zu den anderen Isargängern, Eure Glasflaschen ganz gelassen habt.

Ich lade Euch ein, Euch mir das nächste Mal anzuschließen. Am nächsten Sonntag Morgen nach einer Nacht mit gutem Wetter könnt Ihr die Strecke zwischen Wittelsbacher- und Reichenbachbrücke mit mir laufen und mit mir allen Müll aufsammeln, den wir auf dem Weg sehen.

Vielleicht bekommt Ihr so ein Gefühl dafür, welche Mengen an Müll die Isargänger jeden Tag hinterlassen.

Wer feiern kann, der kann auch aufräumen. Liebste Grüße, Marisa", verabschiedet sie sich von den Isar-Fans. Hoffen wir, dass ihre Worte auch tatsächlich bei den Richtigen ankommen!

So genießen die Münchner das Sommerwochenende

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