Die Wiesn - Soll sie ein Weltkulturerbe werden?

Das Münchner Oktoberfest als Weltkulturerbe der Unesco – zum 200-jährigen Bestehen des größten Volksfestes der Welt wird die Forderung wieder laut.
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MÜNCHEN, BERLIN - Das Münchner Oktoberfest als Weltkulturerbe der Unesco – zum 200-jährigen Bestehen des größten Volksfestes der Welt wird die Forderung wieder laut.

Der Deutsche Schaustellerbund (DSB) in Berlin erneuerte seinen Vorschlag, Wiesn- Chefin Gabriele Weishäupl begrüßte den Vorstoß. „Ich unterstütze das nach wie vor“, sagte sie in München. „Die Wiesn ist ein besonderes Kulturgut für München, für Bayern – und für die ganze Welt.“ Der DSB hatte bereits vor knapp einem Jahr in einem Positionspapier die Anerkennung von Volksfesten als immaterielles Kulturgut verlangt.

„Deutschland muss endlich die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen“, verlangte DSB-Chef Helmut Gels in der „Bild“-Zeitung (Dienstag). „Dann können wird die Aufnahme des Oktoberfestes und aller anderen historischen Volksfeste in unserem Land in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco beantragen.“

Als schützenswertes Kulturgut kämen neben dem Oktoberfest auch das jahrhundertealte Libori-Volksfest in Paderborn und das Straubinger Gäubodenfest infrage, erläuterte DSB-Sprecher Norbert Faltin. Die Schausteller erhoffen sich davon mehr Aufmerksamkeit und den Erhalt der historischen Volksfeste. Der Schaustellerbund habe die Bundesregierung aufgerufen, den entsprechenden Antrag zu stellen. „Da hatten wir aber noch keine Rückmeldung erhalten.“

Das Oktoberfest beginnt am 18. September und dauert bis zum 4. Oktober – zum Jubiläum wurde das Fest per Stadtratsbeschluss um einen Tag verlängert. Das Volksfest geht auf die Hochzeitsfeier von Kronprinz Ludwig, dem späteren König Ludwig I., mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen vom 12. bis 17. Oktober 1810 zurück. Das Gelände, auf dem zum Abschluss ein großes Pferderennen stattfand, wurde zu Ehren der Braut Theresienwiese genannt – daher kommt die Kurzform „Wiesn“. (dpa)

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