Die westliche Maxvorstadt wird zur Wiesn-Party-Zone

Krätz-Party im Postpalast: Mit dem geplanten Hippodrom-Comeback bekommt die westliche Maxvorstadt ein weiteres Großevent während des Oktoberfests.
| Christian Pfaffinger
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Der Postpalast in der Maxvorstadt: Hier will die Familie des Ex-Wiesn-Wirts Sepp Krätz das Hippodrom wieder aufleben lassen.
ho Der Postpalast in der Maxvorstadt: Hier will die Familie des Ex-Wiesn-Wirts Sepp Krätz das Hippodrom wieder aufleben lassen.

Mit dem geplanten Hippodrom-Comeback im Postpalast bekommt das Viertel ein weiteres Großevent zur Wiesn

München - Die westliche Maxvorstadt hat seit jeher ein bieriges Flair, dafür sorgt der würzige Duft der Maische aus dem Sudhaus der ansässigen Großbrauerei. Und die am Ende des Stadtbezirks gelegene Hackerbrücke ist seit vielen Jahren der S-Bahn-Wiesn-Knotenpunkt, der als Alternative auch den nicht gerade unbeliebten Großbiergarten des Augustinerkellers am Funkhaus erschließt. Im Viertel ist man also vertraut mit den Freuden gehopfter Gaudi.

Heuer wird der Westteil der Maxvorstadt aber noch um eine Wiesn-Attraktion reicher: Die Familie des ehemaligen Wiesn-Wirts Sepp Krätz will im Postpalast in der Wredestraße das Hippodrom wieder aufleben lassen – mit einer 16-tägigen Dauerparty zum Oktoberfest. Der Mietvertrag dafür ist fix, je nach Aufbau werden zwischen 1500 und 2000 Gäste Platz haben.

Sepp Krätz wird dabei nicht selbst als Wirt auftreten – er würde wohl infolge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung, die ihn auch den Platz auf der Wiesn gekostet hat, keine Genehmigung bekommen. Wie beim kleinen Hippodrom auf dem Frühlingsfest übernehmen seine Frau Tina Krätz sowie seine Schwester Johanna Barsy die Rolle der Wirte. Kommentieren wollte Sepp Krätz dies auf AZ-Anfrage nicht. Die Ausschankgenehmigung vom Kreisverwaltungsreferat steht noch aus, dürfte aber erteilt werden.

Das Postpalast-Hippodrom wäre damit die zweite große 16-Tage-Wiesn-Party in der Maxvorstadt. Denn: Im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz veranstalten der Wirt Christian Schottenhamel und der Münchner Event-Manager Philip Greffenius seit Jahren ihr eigenes „Wiesnzelt“. Die Krätz-Party im Postpalast liegt direkt zwischen der Hackerbrücke, wo viele nach ihrem Wiesn-Besuch ankommen, und dem Stiglmaierplatz. Beide Partys starten jeweils am frühen Abend.

Am späten Abend ist dann noch mehr los, denn da startet in der Groß-Disco Neuraum am Zentralen Omnibusbahnhof an der Hackerbrücke die After-Wiesn-Party. Auch täglich.

Es ist fast eine kleine Wiesn-Außenstelle, die da rund um das Marsfeld entsteht, die Mini-Wiesn-Nord quasi. Die Idee, auch abseits der Theresienwiese vom Oktoberfest-Wahnsinn zu profitieren, ist ja nicht neu. Dass ein Ex-Wiesn-Wirt beziehungsweise dessen Familie nun mit einer Neuauflage des verlorenen Zelts dabei ist, allerdings durchaus. Die Maxvorstadt kriegt so noch ein bisserl mehr gehopfte Gaudi.

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