Die Westenriederstraße soll Fußgängerzone werden

In der Westenriederstraße ist es für die vielen Fußgänger eng, Autos fahren hingegen kaum. Die Straße soll nun umgewidmet werden.
| Myriam Siegert
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Ist-Zustand: Die Gehwege sind schmal, die Fahrbahn auch.
Ist-Zustand: Die Gehwege sind schmal, die Fahrbahn auch. © Andreas Gregor

München - In der Sendlinger Straße schon umgesetzt, im Tal noch hitzig diskutiert - die Ausweitung oder Neuschaffung von Fußgängerzonen ist in München ein Dauerthema.

Nun kommt ein neuer Straßenabschnitt hinzu: Die Rathaus-Koalition von Grünen und SPD will die Westenriederstraße in der Altstadt zur Fußgängerzone umwidmen.

Autos sollen von der Westenriederstraße fliegen

Die kleine Straße, die Tal und Viktualienmarkt verbindet, ist nicht viel befahren, aber von Fußgängern stark frequentiert. In den vergangenen zwei Jahren hat man sie auch deshalb als Sommerstraße ausgewiesen. Dies funktionierte zwar nicht ganz tadellos, oft genug drängten sich dennoch Autos hindurch, kam aber trotzdem sehr gut an.

Diesen "positiven Schwung" der Sommerstraßen wolle man nun mitnehmen, sagt Stadtrat Andreas Schuster (SPD) und eine "dauerhafte, qualitätsvolle Umsetzung beginnen". Die Autos sollen hier nun ganz rausfliegen.

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Speziell im Abschnitt zwischen Radlsteg und Frauenstraße, wo die Straße sehr schmal wird, haben sich nahe dem Markt in den letzten Jahren immer mehr kleine Cafés, Bars und Speiselokale angesiedelt. Die wollen freilich - gerade in Coronazeiten - vor ihren Türen Tische und Stühle aufstellen. Die Gehwege allerdings, die hier ohnehin schon sehr schmal sind, werden so teilweise komplett zugestellt. Wer zum Beispiel mit dem Kinderwagen vorbei will, muss auf die Fahrbahn ausweichen.

So könnte die Neugestaltung aussehen: Sie böte mehr Platz für die Fußgänger von und zum Viktualienmarkt.
So könnte die Neugestaltung aussehen: Sie böte mehr Platz für die Fußgänger von und zum Viktualienmarkt. © Andreas Gregor

Die ansässige Gastronomie, der Einzelhandel und der zuständige Bezirksausschuss Altstadt-Lehel hätten sich bereits für eine dauerhafte Verkehrsberuhigung ohne motorisierten Durchgangsverkehr ausgesprochen, so die Rathaus-Grünen. Für Anwohnende und den Lieferverkehr solle es Zufahrtsregelungen ähnlich wie in der bereits bestehenden Fußgängerzone geben.

Und auch für den vorderen Teil der Westenriederstraße gibt es Pläne. "Mit den Rudimenten der alten Stadtmauer haben wir einen Schatz mitten in der Stadt, der bislang kaum zur Geltung kommt", sagt Stadträtin Gudrun Lux (Grüne).

Weiterer Schritt in Richtung  "Autofreie Altstadt"

"Der innerstädtische Raum ab dem Isartor an der alten Stadtmauer entlang könnte ein echtes Prachtstück werden."

Deshalb wolle man auch für diesen Teil der Westenriederstraße zwischen Radlsteg und Isartor eine Fußgängerzone prüfen.

BA-Chefin Andrea Stadler-Bachmeier (Grüne) freut sich in jedem Fall: Die Ausweitung der Fußgängerzone in der Westenriederstraße sei ein weiterer und wichtiger Schritt auf dem Weg der Umsetzung des Grundsatzbeschlusses "Autofreie Altstadt". Damit habe München die Verkehrswende in der Innenstadt bereits beschlossen - zugunsten von mehr Fuß- und Radverkehr, öffentlichen Verkehrsmitteln, Aufenthaltsqualität und einer Stärkung von Handel und Gastronomie.

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