Die Riesen-Knödelei

Eine runde Sache: Das Wiesn-Wirtepaar Oberndorfer baut den Biergarten aus. Das könnte heuer auch wegen des drohenden Rauchverbots von großem Vorteil sein.
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Bauen den Biergarten ihrer Knödelei aus: die Wiesn-Wirte Bettina und Florian Oberndorfer.
az Bauen den Biergarten ihrer Knödelei aus: die Wiesn-Wirte Bettina und Florian Oberndorfer.

MÜNCHEN - Eine runde Sache: Das Wiesn-Wirtepaar Oberndorfer baut den Biergarten aus. Das könnte heuer auch wegen des drohenden Rauchverbots von großem Vorteil sein.

Der runde Batzen boomt: 40 000 Knödel hat Florian Oberndorfer im vergangenen Jahr auf der Wiesn verkauft – zur Jubiläumswiesn will er diesen Rekord noch einmal toppen: Die Knödelei wächst um ein Drittel. So viele Extra-Plätze hat Oberndorfer beantragt. „Die Nachfrage war in den letzten Jahren gigantisch“, sagt der Wirt, der seit 2002 mit seiner Frau Bettina die Knödelhütte betreibt. Jetzt hat der Stadtrat der Erweiterung der Knödelei zugestimmt: 450 Plätze gibt es in diesem Jahr, vor allem der Biergarten wird größer.

Bis zur Genehmigung aber war es eine Zitterpartie. „Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir ausbauen dürfen“, sagt Oberndorfer. Denn: „Sitzplatzerweiterungen sind immer ein heikles Thema.“ 2003 etwa hatte Michael Käfer durch einen Fehler in seinem Buchungssystem seine Schänke fast doppelt belegt – und durfte nur mit der Sondererlaubnis von Oberbürgermeister Christian Ude 1000 Biergartenplätze überdachen.

Dass der Stadtrat sich für eine größere Knödelei entschieden hat, dürfte vor allem am Standort liegen: Die Straße 5 am südlichen Ende des Oktoberfestes hat bei Wirten und Besuchern nicht den besten Ruf. Viele Kinderkarussells gibt es hier, dazu ein paar Buden, ein Caféhaus und eben die Knödelei – ein Fleckchen, das als nicht allzu lukrativ gilt. „Manche Wiesnbesucher denken doch, bei Kufflers Weinzelt und Käfers Wiesnschänke ist Schluss“, sagt Oberndorfer. Hinzu kommt: Alle vier Jahre muss die Straße 5 dem Zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) weichen – dann fällt die Wiesn für das Ehepaar Oberndorfer aus.

Am Jubiläumsknödel wird noch gearbeitet

Im Umkehrschluss bedeutet das aber: Ohne ZLF ist genügend Platz für Umbauten vorhanden. Das könnte der Knödelei auch beim drohenden Rauchverbot zu Gute kommen. Dann nämlich müssen die Wirte in ihren Biergärten Raucherzonen einrichten.

„Aber auch die Sicherheitslage ist bei uns sehr gut“, sagt Oberndorfer. „Wir haben viele Familien.“ Fester Bestandteil sind auch die Gäste aus Oberndorfers Wirtshaus in der Au. „Das sind echte Knödelfans.“

Neben Klassikern sind es jedes Jahr Oberndorfers Spezialknödel, die am liebsten verspeist werden: Einen Weißwurst-Knödel hat er mal erfunden, einen eckigen Knödel auch schon. An der Rezeptur für den Jubiläumsknödel feilt der Wirt noch. „Das wird etwas ganz besonders Münchnerisches.“

Anne Kathrin Koophamel

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